B2B-Marketing – wer, wie, was?
B2B-Marketing – dahinter stecken verschiedene Fragestellungen. B2B oder Business to Business bezeichnet Beziehungen zwischen Unternehmen und orientiert sich an ganz eigenen Strategien. Trotzdem spielen Kundenwerbung und -bindung natürlich eine große Rolle. Und auch die Präsenz einer Marke kann entscheidende Punkte bringen. Ich möchte das B2B-Marketing aber einmal von ganz vorn aufrollen – ohne Vorkenntnis-Annahme.
B2B-Marketing gab es früher auch mal auf Deutsch…
Business to Business steht allgemein für die Beziehung zwischen mindestens zwei Unternehmen und unterscheidet sich damit grundlegend von der Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden oder Behörden.
In fast allen Bereichen des Geschäftslebens hat sich Englisch als Sprache durchgesetzt, weshalb die ehemals bi-linguale Bezeichnung “Industriegüter-” oder “Investitionsgüter-Marketing” inzwischen vollständig assimiliert wurde. Der alte B2B-Name zeigte noch deutlich, dass es sich um eine den Absatzmarkt betreffende Beziehung handelte. Produkte sowie auch Leistungen können im B2B-Marketing deshalb ebenso als Güter oder Investitionsgüter betrachtet werden. Der heute unüberschaubare Markt an Dienstleistungen etwa fällt genauso unter die B2B-Marketing-Strategien.
Inhalte des B2B-Marketings
Das B2B-Marketing richtet sich vor allem in elektronischer Form an Prozessbeteiligte vor dem Endverbraucher. Die PR (public relations oder deutsch: Werbung) in dieser Sache richtet sich also nicht an einen Konsumenten und soll nicht seine Kaufentscheidung positiv beeinflussen. Vielmehr geht es den B2B-Strategen um ein reibungsloses und gewinnbringendes Miteinander im Prozess der Produktion oder Hervorbringung von Gütern und Leistungen bis zu deren Fertigstellung und letztlichen Präsentation vor dem Kunden. Und selbst zu diesem Zweck – der werbestrategischen Präsentation eines Gutes – braucht es die B2B-Bindung: Die Beziehungen der Produzenten oder Anbieter zur Werbebranche.
B2B – wie funktioniert das Marketing zwischen Unternehmen?
Dauerhaft erfolgreiches B2B-Marketing basiert nicht auf aktionsgetriebener, kurzfristiger Umsetzung wie das B2C-Marketing, das sich an den Kunden als Endverbraucher wendet und sein Kaufverhalten kurzfristig auf sein Angebot fokussieren will, sondern auf langfristig angelegter, konzeptioneller Planung. Für den Erfolg auf heutigen B2B-Märkten sind “zuverlässige” Marken dabei ein immer wichtigerer Faktor. Die Kommunikation spielt im B2B wie auch im Verbraucher-Kundenorientierten B2C-Marketing (Business to Consumer) eine entscheidende Rolle. Virtuelle Marktplätze, EDI, Webdienste oder Business-Suchmaschinen erlangen deshalb immer größere Bedeutung für das B2B-Marketing.
Sogenannte “Integrationsplattformen” wie Enterprise Application Integration sind dabei mittlerweile in der Lage nicht nur B2B-Geschäftsfunktionen abzubilden und den beteiligten Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Auch die Geschäftsprozesslogik als dahinter stehende Mikroabläufe lassen sich von den B2B-Beziehungspartnern einsehen. Solche Transparenz, durch elektronische Kommunikationsmittel ermöglicht, trägt wesentlich zur stabilen B2B-Unternehmer-Beziehung bei.
Beziehungen – ein wichtiger Faktor auch unter Unternehmen
Systematisches Kundenbeziehungsmanagement und aktive Kundenbindung nehmen im B2B-Marketing einen immer höheren Stellenwert ein. Nachweislich kann nämlich die Gewinnung von Neukunden bis zu fünf Mal so teuer sein wie die Kundenbindung. Die klassische B2B-Werbung mit Katalogen, Broschüren und Anzeigen in Print-Medien (Zeitungen, Zeitschriften, z.B. B2B-Deutschland als Wirtschaftsbeilage der Berliner Zeitung) hat dabei sicherlich noch ihren Stellenwert, aber das Internet gehört mittlerweile in allen Phasen des B2B-Kaufentscheidungs-Prozesses zu den wichtigsten Kommunikationswegen.
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