Grand Resum | Die Arbeitswelt






         Gewerbe, Unternehmen und Arbeitnehmer

5. Juni 2010

Existenzgründung ohne Eigenkapital? Selbständigkeit durch’s Arbeitsamt

Filed under: Allgemein,Auf eigenen Beinen — Franzi @ 15:08
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Existenzgründung durch das Arbeitsamt? Ich-AGs gibt es nicht mehr, aber die Existenzgründerzuschüsse der ARGEN existieren noch immer. Allerdings fallen die nun sehr unterschiedlich aus, je nachdem, ob man vom ALG I oder dem “Hartz IV” genannten ALG II kommt.

Ich-AGs gibt es nicht mehr, die Zukunft gehört den Existenzgründern! © flickr / glasseyes

Ich-AG gibt es nicht mehr

Die Ich-AG genannte Selbstständigkeitsförderung durch die Arbeitsämter gibt es nicht mehr. Mehr denn je achten die Ämter nun auf die Qulifikation der Bewerber um Gründungszuschüsse zur Selbständigkeit - denn die gibt es noch immer! Die Höhe und Dauer der Zahlungen variiert je nach dem derzeitigen Bezug: ALG I-Bezieher haben noch bis 90 Tage vor Ablauf ihres Anspruches Zeit, einen Antrag auf Förderung der Selbstständigkeit zu stellen. Dabei dürfen sie inzwischen übrigens die Altersvorsorge und Sozialversicherungen im Businessplan nicht vergessen, das Amt denkt inzwischen langfristig! ALG II-Bezug bedeutet daneben nur noch ein geringe Förderung für die Gründung einer selbständigen Existenz, “Einstiegsgeld” genannt.

Die Existenzgründung unter ALG I

Noch während des ALG I-Anspruches sollte der Businessplan erstellt werden, wenn Selbständigkeit das Ziel ist. Bei dem Antrag auf Förderung (Infos dazu) muss dringend auf eine Darstellung der eigenen, auch persönlichen Qualifikation geachtet werden, denn sonst kann von Amts wegen ein bis zu dreimonatiger Kursus zur Feststellung der Eignung zur Selbstständigkeit auferlegt werden – und der Zeitraum zur Anmeldung ist futsch. Gefördert werden kann auch der Übergang von schon bestehender selbstständiger Tätigkeit, die aber noch nicht den nötigen Umsatz bringt, sofern sie zukunftsträchtig erscheint. Gefragt werden muss beim Arbeitsamt nach dem “Gründungszuschuss” für Selbständige oder die Selbständigkeit. Die Höhe der Förderung zur Existenzgründung kann bis zu 23.800€ (verheiratet mit Kind) bzw. 18.900€ (alleinstehend ohne Kind) je Selbständigem betragen.

Existenzgründung unter ALG II

Besteht kein Anspruch auf ALG I und Gründungszuschuss, kann für die Gründung einer selbständigen Existenz noch das Einstiegsgeld beantragt werden. Das wird zum ALG II hinzu bezahlt. Anfangs kann der Gewinn der Selbständigkeit dazu noch behalten werden, aber er wird mehr und mehr mit dem ALG verrechnet, bis das Arbeitslosengeld wegfällt. Es werden Anfangsinvestitionen (privat zum Beipiel aber auch durch die KfW) für die Selbständigkeit in geringem Umfang gefördert, wenn der Businessplan die Anschaffung überzeugend als notwendig darstellt. Die Förderung beläuft sich auf maximal etwa 2000,-€, auf diese Zahl gebe ich aber keine Gewähr. Das Einstiegsgeld als Gründerzuschuss beträgt mindestens 50% der Regelleistung, also 174,-€, erhöht sich um einen geringen Teil je Mitglied der Bedarfsgemeinschaft des Selbständigen (zum Beispiel Kinder und Frau) bis maximal 100% einer Regelleistung.

[IMG © flickr / glasseyes]

2. Juni 2010

Greenjobs – Jobbörse mit gutem Gewissen

Filed under: Allgemein — Franzi @ 11:41
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Grad entdeckt, will ich nicht vorenthalten: Es gibt eine Jobbörse für umweltfreundliches Arbeiten! “Greenjobs” nennt sich die Sammelstelle für ökologisch wertvolle Jobangebote. Wertvoll für alle, die sich nicht zu schade sind, ihren Arbeitgeber in Sachen Umweltverhalten mal so richtig unter die Lupe zu nehmen. Wenn auch ihr Beruf sich umwelttechnisch vermarkten lässt, riskieren Sie doch mal einen Blick!

GREEN JOBSGreenjobs – alternative Jobbörse auf dem Höchststand trotz Krise

500 aktuelle Jobangebote trotz der Wirtschaftskrise kann die Greenjobs-Jobbörse derzeit vorweisen. Ein vereinseigener Rekord! Die Zahlen sprechen für sich: allein im Januar 2010 verzeichnete Greenjobs Besucherzahlen in Höhe von 300.000. Das absolut positive Feedback der vielen Kunden motiviere zum Weitermachen, heißt es dazu bei Greenjobs. Mit dem Angebot von Jobs allein von Firmen, die sich dem nachhaltigen Wirtschaften verschrieben haben, füllt Greenjobs eine Marktlücke mit wachsendem Potential trotz gesamtwirtschaftlicher Flaute. Daran ließe sich ablesen, dass eben diese “grünen” Firmen die Wirtschaftskrise als Gewinner überstehen werden. Bewerben mit Nachhaltigkeit, sag ich nur!

Greenjobs – was kann man darunter verstehen?

“Zu unseren ‘Stammkunden’ unter den Arbeitgebern gehören internationale Solarunternehmen ebenso wie auf Umweltplanung spezialisierte Ingenieurbüros, große wie kleine Umweltverbände, Behörden und öffentliche Einrichtungen”, wird Uwe Trenkner,  Vorstandsmitglied von Greenjobs e.V., auf der Startseite von Greenjobs zitiert. Ob Projektleitung, Ausbildung, Praktikum – in dieser Jobbörse dreht sich alles um das Prinzip Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien, Umwelt- und Tierschutz.

Umweltfreundliche Jobs im Netz

Zu den Anbietern bei Greenjobs zählen der WWF, Umweltministerien, Hochschulen, Stromanbieter und vielemehr. Die grüne Jobbörse vermittelt Umweltfachkräfte, d.h. die Anbieter müssen eine ausgewiesene Umweltfachkraft suchen oder als Unternehmen, Organisation oder Verein im Umweltbereich tätig sein. Außerdem vermittelt Greenjobs auch Praktika, Trainees, Zivis, Ausbildungsplätze und FÖJ-Plätze. Vorläufer einer umweltschutzbezogenen Jobbörse war übrigens unter anderem die Jobbörse der Zeitschrift Ökotest.

[IMG © flickr / Brooke Anderson]

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