Grand Resum | Die Arbeitswelt






         Gewerbe, Unternehmen und Arbeitnehmer

29. August 2010

Cloud Computing: IaaS, PaaS und SaaS

Filed under: Allgemein — Franzi @ 10:34
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Nach dem Scheitern von ASP (Active Server Pages), dem Microsoft Nachfolger für SSI (Server Side Includes), wird eifrig an dem Cloud Computing genannten neuen Distributionssystem gearbeitet. Die Coputing Cloud verfügt dabei über eine Aufteilung in drei Ebenen: abstrahierte IT-Infrastrukturen,Programmierumgebungenfertige und Programmpakete, die dynamisch an den Bedarf angepasst über Netzwerk zur Verfügung stehen. Diese drei Ebenen des Cloud Computing werden auch IaaS, PaaS und SaaS genannt.

Cloud Computing begins: IaaS

2009 - The Year of the CloudInfrastructure as a Service heißt das Server-Mietmodell der Computing Cloud. Anstelle des klimatisierten Kellers voll riesiger Server werden Server nur für Spitzenauslastungen gemietet. Dadurch bietet das Cloud Computing mit IaaS die Möglichkeit bezüglich der Rechnerleistung und Auslastung vollkommen flexibel zu arbeiten und nur genutzte Kapazitäten auch zu bezahlen. IaaS bietet sich unter anderem an beim Expandieren oder für kurzfristige Auftragsauslastung. Nachteil für Endbenutzer wäre die Administration, die unter IaaS dem Kunden obliegt. Ein weiterer Ansatz des IaaS in der Computing Cloud ist unter anderem die High Performance Computer as a Service, HPCaaS genannte, Marktlücke, die nun definiert und bebaut wird. Erfolgreichster Großanbieter ist in all den IaaS-Bereichen sicherlich Amazon Web Service, kurz AWS.

Cloud Computing as its best: PaaS

Eine Ebene höher stellt Cloud Computing Programmierumgebungen zur Verfügung – Platform as a Service, kurz PaaS. Unter PaaS versteht man also eine administrierte Benutzerumgebung, die virtuell Serverkapazität und vorformatierte Entwicklungs-Oberflächen sowie integrierte Laufzeitumgebungen bereitstellt. IT-Entwicklungen werden in diesem Teil des Cloud Computing gehostet und zu Testzwecken freigegeben. Auch Datenbanken und Application Server finden sich in der PaaS-Ebene der Computing Cloud. Der Umfang des Service bezüglich Administration und ähnlichem ist dabei vertragabhängig verschieden. Die Google App Engine ist ein bekanntes Beispiel.

Cloud Computing kundenfreundlich: SaaS

Unter dem Namen SaaS stellt die Computing Cloud nun Programme fertig zur Verfügung. Software as a Service beinhaltet dabei die Entwicklung und administrative Begleitung des Programms durch den Anbieter, Kunden erwerben mit SaaS den Zugriff auf auf dem fremden Server installierte Programmpakete. Es gibt im Cloud Computing natürlich auch exklusive Möglichkeiten eines SaaS-Dienstes auf einem Firmenrechner oder hybride Lösungen, die den Austausch und die Nutzung weiterer Cloud-Computing-Produkte nicht ausschließen. Wegen des Transfers von gegebenfalls sensiblen Daten in der Computing Cloud ist SaaS aber nicht allein kundenfreundlich, sondern auch problematisch zu nennen.

Cloud Computing und das Rätsel um XaaS

XaaS oder EaaS genannt wird der Ansatz im Cloud Computing, alles (X oder Everything) as a Service zur Verfügung zu stellen. Gemeint sind damit neben datenverarbeitungsstarken Rechnern oder ganzer Rechenzentren letztlich sogar menschliche Ressourcen, wenn beim HuaaS (Humans as a Service) online menschliche Arbeitskraft on demand zur Verfügung gestellt wird. Genutzt wird dieser Service vor allem im Bereich einfacher Tätigkeiten, die Computer bisher nicht oder nur fehlerhaft beherrschen, zum Beipiel Bilderkennung. In Deutschland überwiegt aber wohl derzeit noch die Scheu vor dem Neuen, wie der Spiegel über Cloud Computing berichtet. [Bild © flickr / basicgov]

26. August 2010

DVAG und die Ausbildung

Filed under: Allgemein — Franzi @ 15:45

Die DVAG: Das Kürzel ­DVAG steht für ­Deutsche Vermögensberatung AG, es handelt sich um einer in der Finanz tätigen Betrieb, der in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten ist.

dvag gebäude © Deutsche Vermögensberatung AG - DVAG
© Deutsche Vermögensberatung AG – DVAG
Die Geschichte der DVAG

Alles begann mit der Kompass Gesellschaft für Vermögensanlagen mbH, die 1975 von Reinfried Pohl gegründet wurde. Pohl arbeitete vordem bei bonnfinanz, wie auch etwa 35 seiner Mitarbeiter der ersten Stunde. Ein Jahr später entstand die AVAG, die 1983 endlich zur Deutsche Vermögensberatung AG wird.

Nach und nach entwickelte sich die ­DVAG:

  • 1993 Gründung einer Tochtergesellschaft in Österreich,
  • 2001 Beginn einer engen Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank,
  • 2004 Gründung Tochtergesellschaft in der Schweiz

und selbstverständlich, während dieser ganzen Zeit, Aufkauf der Konkurrenten.
Für den Erfolg des Unternehmens sprechen die Zahlen: 1.097,0 Millionen EUR Umsatzerlöse, 138,8 Millionen EUR Jahresüberschuss mit einem Eigenkapital von 512,2 Millionen EUR, dies sind die Ergebnisse von 2009.

Ausbildung bei der DVAG

Die Ausbildung bei der DVAG ist für das Unternehmen sehr wichtig. Entsprechend bietet die DVAG viele Ausbildungsmöglichkeiten. Eines der bekanntesten Ausbildungszentren der DVAG ist diejenige in Nürnberg. Die Ausbildungsstätte der DVAG sieht man auch auf diesem Bild. Erst letztes Jahr hat die DVAG sage und schreibe 43 Millionen Euro für die Fort- und Ausbildung der Mitarbeitenden ausgegeben. Weitere Informationen zu der Ausbildung und den Beruf im Allgemeinen – wo und wann, stehen auf der Homepage.

Die DVAG heute

Das Unternehmen ist als Strukturvertrieb organisiert und hat seinen Geschäftssitz in Frankfurt am Main. Die Aktien sind wie folgt aufgeteilt: 60 Prozent plus 10 Aktien für die Deutsche Vermögensberatung Holding, die unter anderem alle Anteile der Familie Pohl besitzt, gegen knapp 40 Prozent minus 10 Aktien, die auf die Generali Deutschland Holding AG abfallen.

Die Firma hat über 5,4 Millionen Kunden, die von 37.382 selbstständigen, neben- und hauptberuflichen Vermögensberatern betreut werden. Da der Erfolg des Unternehmens direkt von der Zufriedenheit der Kunden abhängt, wird hier logischerweise Kundenberatung groß geschrieben. Das ist schon bei der Suche nach Beratern deutlich: Diese sind zum großen Teil eigenständige Unternehmer, nur 3100 sind in Direktionen und Geschäftsstellen beschäftigt, und werden natürlich in Funktion ihrer Ergebnisse bezahlt.

Aber um die Kundenberatung auf ihrem heutigen Niveau erhalten zu können, muss das Unternehmen massiv einstellen, nach ihren eigenen Worten werden in den nächsten Jahren rund 90000 qualifizierte Beraterinnen und Berater fehlen. Die Nachfrage nach qualifizierter Beratung wächst ständig an.

Existenzgründung: Neugründung, Franchise, Spin off oder Start up?

Filed under: Auf eigenen Beinen — Franzi @ 09:23
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Der Wunsch selbstständig zu arbeiten allein ist schon eine Frage des typs. Nicht jeder wählt freiwillig Verantwortung und Risiko, ein anderer sieht darin die Chance zur Selbstverwirklichung und Freiheit. dabei wird noch weiter unterschieden zwischen Neugründungen, Franchising, Beteiligungen, Übernahmen oder Unternehmensnachfolgen, Spin-offs, virtuellen Start-ups und dem E-Business. Was ist was?

Existenzgründungstyp Neugründung contra Kleingründer

Karrieresprungbrett FranchiseSie sind Existenzgründer. Sie bauen ein Unternehmen von Anfang an auf. Im Unterschied zum Kleingründer benötigen Sie für den Start als Neugründer mehr als 25.000 Euro Kapital und beabsichtigen wenigstens die Einstellung von Arbeitskräften. Kleingründungen sind meistens nur zum Lebensunterhalt des Gründers geeignet. Ob eine Existenzgründung also auf Neugründung oder Kleingründung hinausläuft, ergibt sich manchmal auch einfach aus dem Business: Eine Baufirma wird Kapital für Baugeräte benötigen, die Gründung eines Steuerhilfebüros benötigt nur einen voll ausgestatteten online-Arbeitsplatz und etwas Lektüre.

Start-ups und E-Business

Das E-Business wird genannt, wo nur im Internet verkauft wird. Vorteil dieser Existenzgründungsform ist, dass keine teuren Läden aufgebaut werden müssen, sondern billige Standorte unterhalten werden können. Trotzdem werden Kapital und Platz für die Waren ebenso benötigt wie die internetfähige Ausstattung der Arbeitsplätze und die notwendige Web-Vermarktung. Wer sich für diese Existenzgründung entscheidet, darf beim online-Marketing keinesfalls sparen. Dasselbe gilt natürlich für die Gründung eines Start-up-Unternehmens, einem rein virtuellen Dienst mit Softwareprodukten und virtuellen Dienstleistungen. Nach dem quais Zusammenbruch der Internetblase ist es für Start-up-Gründer schwerer geworden für ihre Existenzgründung Zuschüsse und Kredite zu erhalten. Ausweichen können kleine Programmierbuden bei der Existenzgründung aber etwa auf das Cloud Computing.

Franchise als Existenzgründung – nicht ganz kostenfrei

Mit viel Engegagement und Ehrgeiz, aber ohne eigene Idee oder eigenes Produkt kann ein Franchise-Unternehmen gegründet werden. Dabei wird für den Existenzgründer nur fällig, was der Franchise-Geber an Gebühren verlangt für Einweisungen, Kurse und Lizenzen. Als Franchiser brauchen Sie kein Konzept, denn mit der Gründung übernehmen Sie die vorhandene Unternehmensstruktur bis ins Detail, was manchmal auch heißen kann: Bis ins Mobiliar, Produktpalette sowieso und oftmals sogar die Dekoration betreffend. Achten Sie bei ihrer Franchise-Existenz-Gründung auf seriöse Unternehmen wie sie zum Beispiel eine Mitgliedschaft des Franchise-Gebers im Deutschen Franchiseverband e.V. (DFV) garantiert.

Spin-off als Existenzgründungs-Chance

Outsourcing oder Spin-off – manchmal trennen sich Unternehmen von Teilen ihrer eingespielten Infrastruktur. Die Teile werden zu selbstständigen Unternehmen oder an neue Unternehmen abgegeben. Beides beinhaltet die Chance mit einem Großkunden als Start eine Existenzgründung auf sicheren Beinen zu beginnen. Schwierig ist beim Spin-off – wie auch bei Übernahmen – manchmal, die wirklich eingespielte Unternehmensstruktur durch den Senior-Chef in neue Bahnen zu lenken.

Übernahmen – kann das noch Existenzgründung genannt werden?

Eine Übernahme als Existenzgründung kommt in der Realität nicht so selten vor, wenn kleinere und mittlere Familienunternehmen keinen innerfamiliären Nachfolger finden. Dabei ist aber oftmals jede Menge Kapital im Spiel, weil eine funktionierende und oftmals auf dem Markt gut platzierte Firma natürlich ihren Preis hat. Deshalb kommt eine Übernahme als Existenzgründung meist nur für diejenigen infrage, die sowieso schon eine gewinnbringende Existenz haben. Größere Übernahmen finden dagegen meist durch größere Unternehmen statt. Mehr Infos zu den einzelnen Existenzgründungstypen gibt übrigens und überraschenderweise auch die Arbeitsagentur. [Bild © flickr / live ly]

23. August 2010

Bewerbungsfotos: keine Pflicht, aber ohne geht es nicht

Filed under: Lohnbekommer — Franzi @ 10:12
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Wussten Sie, dass Bewerbungsbilder in Deutschland keine Pflicht sind? Dass es verboten ist, Sie wegen Ihres Äußeren nicht zu einer Stelle zuzulassen? In Amerika wird aufgrund vielfältiger Klagen wegen Diskriminierung kein Bewerbungsfoto mehr mitgeschickt, hierzulande fällt ein Bewerber aber noch immer negativ auf, wenn er das Bewerbungsfoto weglässt. Damit der erste Eindruck nicht komplett in die Hose geht, habe ich hier einige Tipps und nützliche Links zusammengestellt.

Ein gelungenes Bewerbungsbild – Ausschnitt, Format und Hintergrund

Ein gelungenes BewerbungsbildLinks sehen Sie ein wirklich gelungenes Bewerbungsfoto. Der Bewerber hat sich für sein Foto ein untypisches Format ausgesucht, jedoch ist aufgrund der dezenten Farbgebung und des Ausschnitts der Raum, den das Bild rechts lässt, nicht zu aufdringlich. Wird der Ausschnitt zu eng gewählt, kann der Bewerber den Personaler von seinem Foto schier “anspringen”, das vermeidet dieser Ausschnitt durch den leeren Raum rechts.

Blauer Hintergrund ist für ein Bewerbungsfoto nur selten zu empfehlen, das farblich sehr dezente Auftreten des Mannes und die Harmonie mit seiner Augenfarbe, die dadurch positiv hervorgehoben wird, rechtfertigen hier jedoch bei diesem Bewerbungsbild den Verzicht auf einen farblosen, hellen Hintergrund. Meist wird für das Bewerbungsfoto ein heller Hintergrund empfohlen, bei sehr hellem Teint und gleichzeitig hellem Haar kann jedoch ein dunkler Hintergrund eine bessere Wirkung erzielen. Dann sollte die Kleidung aber im Kontrast dazu gewählt werden.

Haltung, Kleidung und Farbgebung für ein gelungenes Bewerbungsfoto

Es sollte immer ein wirklich gutes Foto der Bewerbung beiliegen, auf dem Sie sich nicht hängen lassen, sondern einen dynamischen Eindruck machen, freundlich, aber nicht aufdringlich oder sogar leicht verrückt wirken, müde Augenringe wegretuschiert oder überschminkt wurden und auf grelle Farben verzichtet wird. Auch für Handwerker oder Arbeiter ist für das Bewerbungsfoto ein Hemd zu empfehlen, während diese natürlich auf die Krawatte und den Anzug verzichten können, um den Eindruck anpacken zu können, nicht zunichte zu machen. Alle anderen dürfen gern die übliche Anzug- und Blusenwahl walten lassen.

Generell gilt, auf dem Bewerbungsfoto etwas zu tragen, das bei einem wichtigen Kundentermin das Unternehmen repräsentieren könnte. Buntes Make-up, große Ohrringe und bunt gemusterte Stoffe lenken auf einem Bewerbungsfoto aber generell von dem Gesicht und seinem Ausdruck ab und sind immer wegzulassen. Auch auf schwarz-weiß-Fotos muss auf eine angemessene Strukturierung von Anzug und Krawatte geachtet werden.

Bewerbungsfoto – Dos und Don’ts

Noch immer schicken Menschen private Urlaubsfotos oder sogar Schnappschüße ihrer qualitätiv minderwertigen Webcams als Bewerbungsbilder mit. Diese Bilder werden auch keine besseren Bewerbungsfotos, wenn der Hintergrund eiligst weggeschnitten wurde. Generell gilt, der erste Eindruck ist nicht zu ändern! Focus hat einen guten und ausführlichen Artikel zum Erstellen von Bewerbungsfotos mit vielen Beispielen im Netz.

Auch die Arbeitsagenturen bieten Seminare und Tipps zu Bewerbungen an. Als negativ-Beispiel sehen Sie aber auch hier rechts ein Bewerbungsfoto, bei dem vieles falsch gemacht wurde. Der Ausschnitt ist viel zu groß gewählt, das Bewerbungsfoto muss nur das Gesicht und wenig der Kleidung wiedergeben. Die Hände in den Hosentaschen und die lasche Körperhaltung machen einen phlegmatischen und keinen dynamischen, energischen Eindruck. Bestenfalls wird durch dieses Bewerbungsfoto Bequemlichkeit assoziiert. Die Farben des Foto-Ausschnitts sind insgesamt zu grau, der Bewerber wirkt depressiv. Die Umgebung ist unprofessionell gewählt, auch wenn durchaus ein Profi-Bewerbungsfoto in Arbeitsumgebung vorstellbar ist. Auf dem Flur mit abgeschnittener Türe und halbem Schrank stellt sich der Bewerber auf seinem Foto allerdings als nichts Halbes und nichts Ganzes dar und wirkt wenig verlässlich.

[IMG1 © Nico Kaiser / flickr | IMG 2 ©-flickr-dustpuppy]

20. August 2010

SaaS: Cloud Computing Lösungen und ihre Probleme

Filed under: Allgemein — Franzi @ 08:59
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Wer sich eine Vollversion oder sogar ein Paket von Programmen nicht einfach kaufen möchte, hat heute die Möglichkeit, am sogenannten Cloud Computing teilzuhaben und bereitgestellte Programmpakete gebührenpflichtig zu nutzen. Service on demand oder Software as a Service, kurz SaaS wird das Software-Distributions-Modell genannt. Einige Vor- und Nachteile hat natürlich auch dieses Geschäftsmodell für den Kunden.

SaaS: Programm-Distributions-Services

Computing CloudSaaS ist eine Ebene der Computing Cloud, über die ich auch einen einleitenden Artikel verfasst habe. SaaS stellt dabei die reine User-Ebene dar, bei der fertige Programme auf sich selbst administrierenden Servern zur Verfügung gestellt werden. Der Kunde wählt bei SaaS nur noch die private Anwendung, die sich rein auf seine Firma erstreckt, eine hybride Form mit der Möglichkeit, weitere Programmdienste online zu nutzen, oder er entscheidet sich dafür, SaaS direkt im Netz zu nutzen. Im Gegensatz zum Software-Kauf, bei dem mit der Lizenz nur die reine Nutzung erworben wird und der Benutzer selbst für die Wartung und Betreuung zuständig ist (zum Beispiel Updaten oder Neuinstallieren bei Fehlern, aber auch die Programmumgebung, also der private Rechner, der abstürzen kann), beinhaltet SaaS den Service rund um das Paket. Dafür wird dann nur noch ein minimal ausgestattetets Endgerät nötig, weil auch der Festplattenspeicherunter SaaS nicht mit der Installation belastet wird. Nur internetfähig muss das Gerät sein.

SaaS – wer bietet was?

Google ist natürlich ganz groß dabei. Google-Mail und -Wetterdienste sind nur die bekanntesten Beispiele für SaaS-Lösungen. Aber auch Software-Riesen wie SAP setzen laut heise-online (c’t)  inzwischen auf die SaaS-Mietsoftware. Der größte Vorteil laut der c’t ist bei SaaS übrigens, dass nie wieder installiert werden müsse (Artikel-link). Etliche Programme, darunter auch Microsoft-Rieses Office, existieren als SaaS demnach wohl auch noch kostenlos in der Computing Cloud, allerdings als beta-Version. Fehlen tun unter SaaS die bei ASP (Application Service Provider) zum Scheitern führenden Individual-Lösungen. Auf Programm-Anpassungen muss bei SaaS also weitestgehend verzichtet werden. Im Gegensatz zum gescheiterten ASP bietet SaaS dagegen eine gut kombinierbare Anzahl standartisierter Lösungen an und vermeidet damit die Vervielfältigung problembehafteter Individuallösungen. Dazu mehr findet sich bei pcwelt. (more…)

17. August 2010

Cloud Computing: gemieteter Raum, private Nutzung

Filed under: Auf eigenen Beinen,Lohnzahler — Franzi @ 11:13
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Ebenso wie Produzenten von Gütern Lagerraum nach Bedarf anmieten können, anstatt den Platz dauerhaft unterhalten zu müssen, stellt auch der virtuelle Raum inzwischen Lösungen on demand zur Verfügung. Derzeit noch ohne eindeutige Definition kursiert  der Begriff “Cloud Computing” für die dynamische Überlassung von Rechnerleistung und Programmen. Von reiner Anwendung in Form zeitlich lizensierter Programmnutzung bis hin zu programmierbarer Servernutzung gilt die flexible Form der Überlassung inzwischen als kundenfreundlicher Trend, ähnlich der Prepaid-Nutzung gegenüber der statischen Vetragsnutzung von Telefonnetzen. Eine kurze Übersicht soll Klarheit darüber schaffen, was in der “Wolke” wo zu finden ist.

Cloud Computing in drei vertikalen Etagen: Infrastruktur, Plattform, Anwendungen

Cloud Computing-SchemaDie Computer-Wolke des Cloud Computing umfasst drei Ebenen der angebotenen Services. Rechnerleistung und also administrierbare und damit programmierbare Server, Infrastruktur genannt, bilden die Grundlage der Computing Cloud. Plattformen, zum Beispiel für Datenspeicherungen, die ohne eigene Administration auskommen, bauen darauf auf,  und reine Anwendungen, die sich vor allem für Datenverarbeitungen eignen, bilden die Spitze der Pyramide. Man kann im Groben auch die im Zusammenhang mit Cloud Computing verwendeteten Begriffe LaaS, PaaS und SaaS in diese vertikal strukturierten Ebenen zuordnen. IaaS steht dabei für Infrastructure as a Service und stellt – sich selbst erklärend – die Infrastruktur virtueller Rechner zur Verfügung. PaaS steht für die virtuelle Programmierumgebung, also einer geeigneten, sich selbst administrierenden Plattform, und SaaS stellt die fertigen Programmpakete dar. Dabei gibt es im Bereich des SaaS des Cloud Computing inzwischen unter anderem Sicherheitslösungen, Programmpakete für Praxis, Steuer und Wirtschaft, aber auch Apps oder spezielle Tools.

Sicherheit und Kompetenz der SaaS-Lösungen im Cloud Computing

Die Cloud Services wachsen rasant, schließlich stellt die Computing Cloud eine Chance auch für kleine Entwicklerbuden dar, ihre Programme an den Mann oder die Frau zu bringen. Qualitätsfragen des öffentlichen Computings beantwortet deshalb normalerweise der Anbieter der Plattform für die Cloud Computing Programmpakete. Eines der renommiertesten Unternehmen der SaaS-Pakete im Cloud Computing stellt ganz sicher Cloud Services Made in Germany dar. Ihre Cloud-Produkte sind alle dahingehend geprüft, dass Sitz, Gerichtsstand und die Verfügbarkeit eines Ansprechpartners in Deutschland liegen bzw. existieren sowie ein Vertragswesen in deutscher Sprache und nach deutscher Rechtsprechung vorliegt. Vor allem im Bereich des Einstiegs in die Selbstständigkeit bildet Cloud Computing eine Chance, wenn Programmpakete “gemietet” werden können anstatt gekauft werden zu müssen.

Cloud Computing im Inter- oder besser Intranet?

Die Cloud Computing Anbieter reagieren natürlich auch auf die Sicherheitsfragen ihrer Nutzer. Entstanden sind daher Lösungen für die private Nutzung, sogenannte Private Clouds, oder die öffentliche Nutzung, Public Cloud genannt. Hybride Formen und Unterformen des Computings existieren inzwischen schon je nach Anwendernachfrage. Es können Computing Clouds zu Testzwecken im Intranet einer Firma installiert werden oder bestimmte Abteilungen Zugang gewährt bekommen. Eine Computing Cloud kann den sensiblen Teil der Datenverarbeitung firmenintern privat halten und trotzdem nach außen hin geöffnet mit weiteren öffentlichen Public Cloud Lösungen kombinierbar bleiben. Oder die Benutzung findet direkt im öffentlichen Raum statt, wobei im Bereich des Public Cloud Computings auch die Exclusive Cloud existiert, also exklusive Verträge zwischen Anbieter und Nutzer abgeschlossen werden können. Inwieweit zum Beispiel die sensiblen Datentransfers und -archive der CRM-Anwendungen in den on-demand-Lösungen der Computing Cloud gesichert wurden, illustriert sehr schön dieser Artikel der PcWelt.

[IMG © Ronald Lewis / flickr]

14. August 2010

Jobsuche: wertvolle Kontakte durch Netzwerke

Filed under: Allgemein — Franzi @ 09:31
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Auf dem Arbeitsmarkt gibt es immer wieder offene Stellen, die gar nicht erst in den Jobbörsen und auf den Stellenmärkten erscheinen. Personaler entscheiden sich für Bewerber aus dem engeren Kreis, ein Verfahren der Kandidatensuche ohne Stellenausschreibung, früher “Vitamin B” oder “Seilschaften” genannt, heute als “Netzwerk” oder “Networking” bezeichnet.

Netzwerke – ihre Vorteile?

Netzwerke eröffnen Chancen durch ihren begrenzenden RahmenZu Zeiten der Zunften war es Gang und Gebe, in den Dörfern sowieso, nur in den unüberschaubaren Wirren der heutigen mobilen Arbeitswelt mit all ihren Professionen ist es schwer geworden, Stellen mit Leuten zu besetzen, deren Arbeitsweise und Persönlichkeit bekannt ist. Zunften wirkten immer schon als Netzwerke für die richtigen Kontakte und die Überschaubarkeit des dörflichen Rahmens funktioniert noch heute wie der geschlossene Rahmen eines elitären Netzwerkes. Auch für Arbeitgeber ist es nämlich ein Risiko, unbekannte Größen in den Betrieb aufzunehmen, jemanden einzuweihen und ihr oder ihm Verantwortung zu übergeben, ohne sich im Klaren sein zu können, ob die Bewerberin oder der Bewerber nicht womöglich eine tickende Zeitbombe ist.

Netzwerke – berufliche Chance?

Heute ist das Netzwerk die Möglichkeit, einen überschaubaren Rahmen zu finden. Auch fächerübergreifende Netzwerke wie das allgemeine Berufs-Netzwerk XING funktionierend abgrenzend, weil der Rahmen der Bekanntschaften begrenzt ist und nach Profession durchgesiebt werden kann. Netzwerke funktionieren, wenn man das Vertrauen der Beteiligten erobern kann, sei es, weil man schon für sie gearbeitet hat oder andere Dienstleistungen zufrieden stellten. Auch das Bewertungssystem bei Myhammer und Ebay stellen damit eine Form des Netzwerkes dar und bilden damit vor allem bei Selbstständigkeit eine große Chance.

Networking verlangt Action!

Networking verlangt allerdings mehr als nur eine Anmeldung: aktive Teilnahme, die Pflege der Kontakte und ein deutliches Auftreten im Netzwerk, am besten durch Mitwirken an Events und Aufgaben, sind Pflicht, wenn das Netzwerk Wirkung zeigen soll. Networking funktioniert nur selten durch ein stilles Anmelden und Ausfüllen eines Netzwerk-Profilblogs. In einem Interview im Spiegel online warnt allerdings der Bielefelder Soziologe Martin Diewald auch vor Risiken und Nachteilen von modernen Netzwerken.

Networking – welche Netzwerke gibt es?

Das Networking beginnt heute schon mit den Seilschaften im Schüler-VZ. Hindern Sie Ihre Kinder also nicht an der aktiven Teilnahme an diesem so wichtigen Einstiegs-Netzwerk, sondern achten Sie auf deren öffentlichkeitsgerechten Auftritt. Bilder vom letzten großen Suff auf der Hochzeit eines Freundes sollten natürlich auch Sie nicht im Internet unter Ihrem Namen veröffentlichen, und auch schon Ihr Nachwuchs kann sich mit dem Auftritt in den Netzwerken die Jobchancen vermiesen. Netzwerke gibt es mannigfaltig, auch Unternehmen schalten teilweise für ihre Mitarbeiter und deren soziales Gefüge eigene Netzwerke. Wissenschaftler haben für ein funktionierenderes Networking vor Jahren begonnen, via World Wide Web zu kommunizieren. Suchen Sie doch einfach mal im Internet nach “Netzwerk” und Ihrem Beruf!

Vor allem Frauen und andere beruflich  Benachteiligte profitieren von eigenen Netzwerken, zum Beispiel den Bundesverband der Frau in Business und Management e.V., kurz B.F.B.M. genannt.

[IMG© flickr / tiegeltuf]

11. August 2010

Praktika als Einstieg in den Job – erfolgversprechend?

Filed under: Allgemein,Lohnbekommer — Franzi @ 12:46
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Wer heute seinen Fuß in die Arbeitswelt bekommen möchte, stolpert früher oder später darüber, dass von ihm unentgeltlich bis niedrig bezahlte Arbeit in Form eines Praktikums verlangt werden wird. Selbst als Einstieg zu Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und nach einem Studium sind heute Praktika an der Tagesordnung. Wie sinnvoll ist es aber, sich so billig zu verkaufen?

Praktika vor dem ersten Job- von wem werden sie verlangt?

Toronto Sunset - Beim Auslands-Praktikum die Welt kennenlernenSchüler machen Praktika zur Orientierung. Zwei bis drei Wochen lang arbeiten sie mit, gehen zur Hand, schnuppern mal rein. Aber Erwachsene? Wer sich beipielsweise wegen des Erziehermangels zum Erzieher umschulen lassen möchte, muss praktische Erfahrungen nachweisen – mindestens ein halbes Jahr lang soll man also im Praktikum unentgeldlich mitarbeiten, um zu beweisen, dass man nicht nur motiviert ist und Durchhaltevermögen zeigt, sondern auch, dass man persönlich geeignet ist. Das füllt den Lebenslauf. Inzwischen macht die Idee “Praktikum” die Runde, ein Gespenst geht um…

Generation Praktikum – der Umgang mit den Praktikanten

Studenten kennen die “Praktika” sowieso; meist endet man als unbezahlte oder nur unterdurchschnittlich bezahlt als Vollzeitkraft in einer namenlosen Masse anderer Praktikanten eines Großunternehmens ohne Chance auf wirkliche Berufserfahrung oder gegenseitiges Kennenlernen. Und auch nach der Ausbildung und dem Studium verfolgt das Schreckgespenst “Praktikum” inzwischen diejenigen, die gehofft hatten, mit dem neuen Beruf endlich ein bißchen Geld verdienen zu können.

Praktikum, schlecht oder gar nicht bezahlt – lohnt es sich denn wenigstens?

Ja, die praktische Erfahrung lohnt, sagen soziologische Studien der Technischen Universität Dresden. Zumindest für Universitätsabsolventen beschleunigen Praktika nachweislich den Zutritt zum Arbeitsmarkt. Ein Praktikum im Ausland halbiere sogar die durchschnittliche Zeit der Jobsuche. Sicherlich ist dieses Ergebnis aber übertragbar auf viele Berufsfelder! Denn viele Firmen benötigen durch  zum Beipiel Outsourcing heute Mitarbeiter, die im Umgang mit ausländischen Firmen versiert sind. Die Chance, den zukünftigen Arbeitgeber als Praktikant kennenzulernen, ist dabei auch gar nicht so gering! Und auch das Arbeitsamt darf ein Praktikum nicht verweigern, weil es jederzeit kündbar ist, sollte von Amts wegen das unwahrscheinliche Stellenangebot ins Haus flattern.

Praktika bringen Berufserfahrungen, aber nicht nur sie!

Für fast jedes Berufsfeld ist das Über-den-Tellerrand-schauen eines beruflichen Auslandsaufenthaltes von Vorteil. Praktische Arbeitserfahrungen unter einem Praktikumsvertrag (Infos zum Beipiel von der DGB-JUgend) oder als Nebenjob neben der Ausbildung ja sowieso. Wobei nicht allein die Praktika und Berufserfahrungen des jeweiligen Berufes zählen! Wer etwa  als Nebenjob in der Videothek gejobbt hat, hat viel über Verkauf und Verleih gelernt und beherrscht erfolgreich vor allem schon einmal das zwischenmenschliche Miteinander von Teambesprechungen, sozialem Umgang und Arbeitsplänen. Erfolgs-Vorteil auch für alle Quereinsteiger: Berufserfahrungen in der Bewerbung positiv verwerten!

Praktika erhöhen Chancen auf Erfolg – und das Gehalt!

Dieselbe Studie der Technischen Universität Dresden (TU-Dresden) liefert übrigens auch – zwar wiederum nur für Hochschulabsolventen, aber immer wieder kann ich nur sagen: das ist nicht nur für Akademiker interessant!) das Ergebnis, dass Absolventen von Berufspraktika erfolgreich mit einem höheren Gehalt in den Arbeitsmarkt einsteigen! Durchschnittlich 500,-€ mehr bekamen die Berufsanfänger mit einschlägiger Berufserfahrung durch ein Praktikum! Das sollte das beste Argument sein für eine weitere unter- oder unbezahlte Zeit der Arbeit als Garanten für Erfolg – das Praktikum. Und wichtig dabei: Praktikanten haben rechtlichen Anspruch auf Information und Einarbeitung, Einblick in verschiedene Abteilungen und Arbeitsweisen! Also: nicht nur ausbeuten lassen.

[IMG © flickr / Ian Muttoo]

8. August 2010

Stellenmarkt heute: Jobbörsen in den Medien

Filed under: Lohnbekommer — Franzi @ 12:06
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Die Suche nach einer passenden Stellenanzeige in Zeiten verschiedenster Medien ähnelt der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Gerade online wirken Suchmechanismen aber wie Elektromagneten auf Ihre Stecknadel…

Stelle gesucht? Jobbörsen im Internet

Den Stellenmarkt gibt es nicht mehr – suchen Sie mobil!

Der erste Schritt zur gelungenen Bewerbung ist das Auffinden einer Stellenanzeige, die vom Berufs-Profil zu Ihnen passt. Es macht keinen Sinn sich auf einen Job zu bewerben, für den Sie nicht geeignet sind (erstellen Sie dazu Ihr persönliches Stärken-Schwächen-Profil) oder sie dauerhaft unglücklich macht. Jobbörsen finden sich gerade im Internet inzwischen vielfach. Auch Newsgroups bieten Stellensuchenden Möglichkeiten. Vor allem aber auch die Websites der Unternehmen selbst werden heute oft für eigene Stellenanzeigen genutzt: als unternehmenseigene Jobbörse auf der Homepage.

Jobbörsen online – auch Zeitschriften bieten den Stellenmarkt im Internet feil

Den aktuellen Stellenmarkt finden Sie nicht nur in Online-Stellen-Börsen, die teilweise kostenpflichtig sind oder Registrierungen verlangen, sondern auch immer noch in Tages- und Fachzeitschriften. Die vielzitierte Mobilität der Bewerber beginnt also mit der Jobsuche in den verschiedenen Jobbörsen und Stellenmärkten in den Print- und Onlinemedien. Dringend zu nennen sind natürlich “Süddeutsche Zeitung” und Frankfurter Rundschau”, deren Stellenmärkte bzw. Jobbörsen wegen der Krise zusammengelegt wurden.

Auch “Die Welt” bietet ihren Stellenmarkt online an. Und die Stellenanzeigen der Jobbörse der “F.A.Z.” sind übrigens auch immer nur maximal drei Wochen alt! Auch die Arbeitsagenturen haben eine schöne Suchmaschine in ihrer Jobbörse eingerichtet und bemühen sich inzwischen um Aktualität, überzeugen Sie sich selbst.

Meta-Jobbörsen und Job-Roboter im Internet

Die ausschließlich im Netz erscheinende “Netzeitung” bietet eine Meta-Jobbörse für den aktuellen Stellenmarkt. Auch die Wochenzeitung “Die Zeit” bietet inzwischen eine Meta-Jobbörse mit Job-Roboter an. Dabei werden Ihre Präferenzen zur Jobsuche gespeichert und aktuell erscheinende Stellenanzeigen Ihnen per Mail zugesandt. Einen solchen Service liefert übrigens auch XING als rein beruflich zu nutzendes Netzwerk. Die Stellenanzeigen der Jobbörse bei XING kommen direkt bei Ihnen an. Allerdings sind sie teilweise dann auch schneller wieder besetzt als auf dem üblichen Stellenmarkt.

[IMG © flickr / loop_oh]

5. August 2010

Bewerbung: Ein Stärken-Schwächen-Profil erstellen

Filed under: Lohnbekommer — Franzi @ 10:53
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Sich erfolgreich zu bewerben ist nicht etwa eine große Kunst und nur den künstlerisch begabten vorbehalten, sondern als ein Handwerk mit Übung und Richtlinien zu erlernen. Ob für online, postalische oder persönlich übergebene Bewerbungsunterlagen, es gelten formal dieselben Richtlinien. In diesem Artikel geht es nun konkret um Ihre Stärken und Schwächen, denn neben fachlichen Kompetenzen gibt es noch so viel mehr…

Stärken und Schwächen  – auch Unternehmen sollten sich glaubwürdig um Sie bewerben!

“Jede [Be-]Werbung lebt und stirbt mit ihrer Glaubwürdigkeit”, schreibt Kay Tangermann in seinem Buch “Die Stellenanzeige” und bezieht dies darauf, dass auch Unternehmen sich in ihrem Jobangebot an der Realität der Unternehmens-Stärken und -Schwächen zu orientieren haben.

Unordentlich? Erschlagen Sie nicht mit EhrlichkeitDenn auch Sie als Bewerber haben ein Recht auf die Wahrheit bezüglich eines Stellenangebotes und es nutzt niemandem, wenn mit Familienfreundlichkeit als Unternehmens-Stärke geworben wird und die Angestellten vor lauter Überstunden schwächelnd kaum mehr nach Hause kommen, oder wenn die Modernität eines Unternehmens vorangestellt wird und sie aber regelmäßig mit ihrer Stärke in Form moderner Vorschläge an der Unternehmens-Schwäche konservierter Vorstellungen scheitern. Das Stärken- und Schwächen-Profil Ihrer Bewerbung kann – davon abgesehen – ganz anders ankommen, als Sie denken!

Stärken und Schwächen – manchmal anders, als es scheint

In einer Bewerbung sollten Sie mit offenen Karten spielen. Ihre Zeugnisse spiegeln allerdings nur die fachlichen Kompetenzen wider. Viel schwieriger ist es, für Ihre Bewerbung zu einer realistischen Einschätzung Ihrer persönlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen als Ihrer persönlichen Stärken und Schwächen zu gelangen! Sie überstehen keine Probezeit, wenn Sie etwa mit Teamfähigkeit warben, aber bei der kleinsten Einmischung cholerisch werden. Von der abgedroschenen Phrase des “Perfektionismus” als Ihrer einzigen Schwäche ist bei der Bewerbung übrigens auch laut Focus (nicht nur für Studenten interessant!) dringend abzuraten, obwohl an ihr deutlich erkennbar wird, dass, was in der einen Position eine Schwäche und damit von Nachteil sein kann, in einer anderen Bewerbung als Stärke herausragen kann.

Bewerbung schreiben – Stärken und Schwächen erkennen

Um zu einem Profil Ihrere Stärken und Schwächen für Ihre Bewerbung zu kommen, stellen Sie sich einfach ein paar Fragen: zu Ihrem Werdegang, Ihren bisherigen Erfolgen und Ihren Zielen. Auch eine Einschätzung Ihrer Kompetenzen, Stärken und Schwächen von Kollegen, Freunden oder einem externen Berater (zum Beispiel durch die Arbeitsagenturen angeboten) hilft beim Schreiben Ihrer Bewerbung und der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch. Wer sich im Klaren ist, was er kann und was er will, kann auch überzeugen.

[IMG © flickr / idolumvisions]

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