Grand Resum | Die Arbeitswelt






         Gewerbe, Unternehmen und Arbeitnehmer

19. Januar 2011

Netzwerke als Karrierehelfer? Facebook

Filed under: Auf eigenen Beinen,Lohnbekommer,Lohnzahler — Franzi @ 10:17
Schlagwörter: , , ,

Netzwerke sollen beim Berufseinstieg helfen können? Hab ich immer drüber gelacht. Aber weil ich dabei an das steife Business-Netzwerk Xing dachte! Niemand ist in Xing authentisch, man lernt nur die berufliche Seite der Menschen kennen bzw. lernt man eben niemanden wirklich kennen. Ausschlaggebend für eine Auftrags- und manchmal auch Stellenvergabe ist aber die Sympathie! Wie private Netzwerke deshalb die berufliche Karriere fördern können…

Facebook als Karrierehelfer: Was ist Facebook?

Facebook ist ein privates Netzwerk, das von den meisten Menschen zum Veröffentlichen ihrer privaten Fotos genutzt wird. In Facebook kann man sich einen Fantasienamen suchen und muss nicht als reale Person auftreten. Man kann Freunden auf die virtuelle Pinnwand posten, was von allen Besuchern der Seite gelesen werden kann, oder private Nachrichten verschicken, die nur für den Empfänger einsehbar sind. Man kann anhand der Freundeseinträge die anderen Menschen ebenso einschätzen lernen wie anhand ihrer Fotoalben.Die Art der Nutzung bleibt einem selbst überlassen.

Facebook Professional

Es ist aber auch möglich als Selbstständiger oder Unternehmer bei Facebook eine Businesseite anzufertigen, die mit der Firmenhomepage verlinkt sein kann und unter einer angegebenen Branche und ausgewählten Suchwörtern gefunden wird. Je mehr Menschen die Seite gut finden und das auch per Klick öffentlich machen, desto sichtbarer wird Ihre Facebook-Seite dann auch in Facebook selbst, das funktioniert in diesem Netzwerk selbst  so ähnlich wie mit der Suchmaschinenoptimierung unter Google oder Yahoo.

Facebook als Karrierehelfer: Wie nutzen?

Während die Businesseite bei Facebook ja offensichtlich dem Marketing in eigener und unkonventioneller Sache dient, ist es mit dem privaten Profil bei Facebook natürlich etwas anderes. Wer Facebook als Netzwerk privat für sein Business nutzbar machen will, muss sich bewusst machen, wie er wirken will, wer seine Zielgruppe ist und was als no-go absolut nicht passieren darf.

Facebook zum Karrierestart

Ein privates Profil bei Facebook ist karriereförderlich, wenn es sympathisch und authentisch ist. Es darf aber nicht zu privat werden, weil man den Besucher dann irritiert dem Zwang aussetzt in Ihrer Privatssphäre zu sein, in die er womöglich nicht hatte eindringen wollen. Außerdem wird imemr wieder nicht umsonst auf Gefahren eines zu öffentlichen Umgangs mit privaten Informationen hingewiesen wie hier bei heise.de. Wichtig ist nun, möglichst unaufdringlich offensiv zu sein. Schreiben Sie Menschen bei Facebook und in anderen Netzwerken an, die Sie interessant finden. Und zwar nicht in erster Linie auf eine geschäftliche Beziehung hinaus, sondern um den Bekanntenkreis um erfolgreiche und sympathische Menschen zu erweitern!

17. Januar 2011

Marketing im privaten Netzwerk: Tipps zur Facebook-Nutzung

In privaten Netzwerken können Sie Ihren Bekanntenkreis erhöhen, wodurchd ie Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich auch der nächste Auftraggeber findet. Oder der nächste Arbeitgeber. Was Sie beachten sollten bei Ihrem Auftritt demonstriere ich am Beispiel von Facebook…

Das Netzwerk als Karrieresprungbrett

Suchen Sie den passenden Beruf zum Einstieg oder Aufträge als Selbstständiger? Erschaffen Sie sich zum Beispiel in Facebook ein Netzwerk von Menschen, die entweder jemanden kennen könnten, der Ihnen, weil Sie so symapthisch sind, den nächsten Auftrag gibt, oder der womöglich selbst ein Unternehmer sind und eine langfristige Kooperation mit Ihnen eingehen möchten, weil man sich hier so ungezwungen von Ihren Charaktereigenschaften und Fähigkeiten hat überzeugen können. Denken Sie beim Kontakt im Netzwerk immer daran, dass hinter jedem Facebook-Profil wirklich ein Mensch sitzt, mit dem Sie ebenso höflich und zuvorkommend umgehen sollten wie im richtigen Leben.

Das Netzwerk als Karrierehelfer: Tipps zur Kontaktaufnahme

Lesen Sie die Profile der Facebook-User aufmerksam. Das gilt natürlich auch für alle anderen Netzwerke! Sie finden ganz sicher einen Anknüpfpunkt, am besten einen nicht zu persönlichen, zu dem Sie freundlich und neugierig eine Frage formulieren können. Sie überlassen dem Angeschriebenen selbstverständlich die Wahl, ob er antworten möchte oder nicht. Vielleicht haben Sie Ihre Homepage oder Unternehmenseite auf Ihrem dezent gehaltenen Facebook-Profil angegeben. In den meisten Fällen sind die Menschen, die angeschrieben wurden, auch neugierig und sehen sich alles zu Ihrem Profil erst einmal genau an. Deshalb sollten Sie bei Facebook ebenso wie in allen anderen Netzwerken einen Namen gewählt haben, der nicht zu albern oder lächerlich ist, gern sogar Ihren ganz normalen, das wirkt am ehrlichsten.

Facebook als Auftraggeber-Pool: Tipps zum privaten Profil

Offenbaren Sie sich im Facebook-Netzwerk, aber nicht zu weit: Urlaubsfotos im Facebook-Profil müssen bekleidet sein, Fotos von Saufgelagen kommen nicht seriös an. Auch tausend Bilder von Ihren Katzen sind eher abschreckend. Halten Sie die Zahl der Fotos und Länge der Texte gering. Sie müssen den schmalen Grat zwischen beruflicher Überzeugungsarbeit und einem sympathischen Einblick in Ihr Privatleben in dem Netzwerk schaffen. Überlegen Sie sich, wieviel Privates Sie Ihren Kollegen zeigen würden, mit denen Sie täglich arbeiten müssen. Zur Datensicherheit lesen Sie am besten diesen Artikel.

Facebook und andere Netzwerke: Kommunikation schafft Aufträge

Bekommen Sie eine Antwort auf ein Schreiben, könnn Sie im Netzwerk eine zwanglose Unterhaltung beginnen, in der Sie aufmerksam sein sollten und möglichst immer etwas von sich erzählen, aber die kurz gehaltenen Nachrichten möglichst mit einer Frage nach dem Befinden oder in Bezug auf das Schreiben Ihres Gegenübers enden lassen. Nach einem Auftrag fragen Sie möglichst nicht direkt, außer es ergibt sich daraus, dass Ihr Gegenüber etwas passendes erwähnt. Erzählen Sie nur einfach von sich und Ihrem Business, dann wird Ihr Bekannter schon selbst im Kopf behalten, dass er Sie ja demnächst mal nach einem Auftrag fragenHier kann. Lernen Sie so bei Facebook neue Menschen kennen! Ich jedenfalls habe dadurch schon einige Aufträge erhalten. Hier der Link zum Facebook-Netzwerk.

23. Dezember 2010

Umsatzsteuerbefreiung für Kleinunternehmer? Pro und Contras

Filed under: Auf eigenen Beinen,Lohnzahler — Franzi @ 12:15
Schlagwörter: ,

Selbstständigkeit verlangt jede Menge Entscheidungen, die ein Angestellter nicht treffen muss. Gerade bei einer Neugründung oder zu Beginn, stellen sich deshalb Fragen, mit denen man sich nie zuvor auseinander setzen musste. Ob es ratsamer ist sich gemäß UStG von der Umsatzsteuer befreien zu lassen, wenn das Geschäft den Bedingungen entspricht, oder nicht, ist beispielsweise eine davon. Aus eigener Erfahrung biete ich Ihnen hier einige Denkanstöße zur umsatzsteuerbefreiung…

Umsatzsteuerbefreiung – wann ist sie möglich?

Alle Kleinunternehmer, die mit ihrem Umsatz inklusive(!) Umsatzsteuer unter 17.500 Euro lagen und im folgenden Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz zu verzeichnen haben, sind beim Finanzamt automatisch von der Umsatzsteuer befreit. Damit soll den wenig verdienenden Kleinunternehmern Erleichterung verschafft werden. In der Rechnung, die ein umsatzsteuerbefreiter Kleinunternehmer ausweist, muss das ausdrücklich erklärt sein, weil der Rechnungsempfänger auf diese Rechnung keine Vorsteuerertsattung verlangen darf. “Nach § 19 Abs. 1 UStG umsatzsteuerbefreit” sollte mindestens als Text in der Rechnung vorkommen.

Umsatzsteuerbefreiung – was bedeutet das in der Praxis?

Wegen Geringfügigkeit entfällt das etwas komplizierte Herausrechnen der Umsatzsteuer, die Steuererklärung wird einfacher, der Büroaufwand geringer. Oft reicht damit für die Freiberufler eine einfache EÜR für das Finanzamt, andere Gewerbe müssen leider etwas mehr bürokratischen Aufwand betreiben, auch ohne Umsatzsteuer. Mehr zu den verschiedenen Abrechnungen der Kleinunternehmer findet ihr in meinem verlinkten Artikel. Allerdings kann auch selbst gezahlte Umsatzsteuer, zum Beispiel die Mehrwertsteuer bei Investitionen und Ausgaben, vom Kleinunternehmer nicht abgesetzt werden! Denn auch die Vorsteuererstattung fällt mit der Umsatzsteuerbefreiung weg. Es wird mit einer Umsatzsteuerbefreiung selbstverständlich am Ende des Jahres keine Umsatzsteuer nachgefordert, sofern der Selbstständige nicht die Umsatzgrenzen gesprengt hat. Weil die Verknüpfung im Umsatzsteuergesetz UStG eine UND-Verknüpfung ist, muss beides gelten, damit im Zweifelsfall Umsatzsteuer rückwirkend erhoben werden kann: 17500 Euro im einen UND im folgenden 50000 Euro.

Umsatzsteuerbefreiung – Pro und Contra abwägen!

Aber auch wenn damit die Gefahr geringer wird, dass man nach einem umsatzstarken Jahr plötzlich rückwirkend zur Kasse gebeten wird und Umsatzsteuer zahlen muss, die man selbst leider rückwirkend nicht mehr erheben kann, ist die Umsatzsteuerbefreiung kritisch zu betrachten und sollte wohlüberlegt werden. Im B2B-Bereich, wenn also die Zielgruppe des Kleinunternehmers selbst Unternehmen sind, stellt die Erhebung von Umsatzsteuer keine finanzielle Belastung dar, da diese die Steuer selbst wieder absetzen. Umsatzsteuer ist damit ein “durchlaufender Posten”. Wenn Sie im B2C-Bereich tätig sind und sich als Kleinunternehmer an Customers, also Privatkunden richten, kann es ein Preisvorteil sein, die immerhin meist 19% Umsatzsteuer nicht noch oben drauf rechnen zu müssen. Gerade bei hohen Investitionskosten kann es sich aber durchaus rechnen, einen Vorsteuerabzug vornehmen zu können, um sich die Liquidität zu erhalten! Das betrifft vor allem Neugründer, die anfangs noch viele Anschaffungen tätigen.

Umsatzsteuerbefreiung – geht es auch ohne?

Generell sollte aber auch der Aspekt der Werbung in jeder Form schriftlichen Kontakts beachtet werden: Wem auch immer Sie eine Rechnung mit dem Vermerk zur Umsatzsteuerbefreiung schicken, der wird wissen, dass Sie nicht viel verdienen! Ob das im Rahmen Ihrer Selbstvermarktung von Bedeutung ist, müssen Sie selbstverständlich selbst entscheiden. Falls Sie sich gegen die Umsatzsteuerbefreiung entscheiden, können Sie das mit einem einzigen Kreuzchen bei der Anmeldung beim Finanzamt oder später mit einem formlosen Schreiben, in dem Sie erklären, dass Sie auf die Umsatzsteuerbefreiung verzichten. Sie sind dann ab dem folgenden Jahr allerdings fünf Jahre lang daran gebunden.

7. Dezember 2010

Corporate Identity und Corporate Design: Pimpen Sie Ihren Firmenauftritt!

Filed under: Auf eigenen Beinen,Lohnzahler — Franzi @ 10:53
Schlagwörter: ,

Sie sind selbstständig oder Freiberufler und wollen oder müssen Kontakt mit Kunden aufnehmen? Gestalten Sie Ihren Kontakt grafisch eindrucksvoll und mit einem hohen Wiedererkennungspotential! Mit einem gleichbleibenden und ansprechenden Design wird Ihre Corporate Identity nicht nur auf der Visitenkarte zu Ihrem Aushängeschild. Briefpapier, Website, Flyer und sämtliche Infomaterialien können Sie mit einem passenden Corporate Design ganz einfach und klar als Ihres kennzeichnen. Tipps und Infos zum Selbstdesignen oder Erstellen lassen einer Corporate Identity…

Corporate Identity – Was versteht sich darunter?

Als Freiberufler, Unternehmer oder Selbstständiger sind Sie immer wieder genötigt, Werbung in eigener Sache zu machen. Die Kundenakquise ist nicht etwas, das einmal erledigt ein Unternehmen selbstständig am Rollen hält. Sie muss immer wieder erneut betrieben werden. Auch der Kontakt zu Kunden aus früheren Zeiten gehört dazu. Kundenbindung kann durch regelmäßig erfolgende Newsletter oder Direct-Mailings, aber auch durch kurze Anrufe und Nachfrage erfolgen. Gut ist es aber in jedem Fall, wenn sich der Kunde oder potentielle Neukunde an Ihr Unternehmen, an Sie oder Ihre gute Leistung erinnern kann.Wenn Sie anspruchsvolle Leistungen und dauerhafte Qualität liefern, spricht das für eine andere Corporate Identity als wenn Sie schnell und vor allem günstig sind. Quietschbunte Produktpaletten unterscheiden sich von getragenen und eher seriös einzustufenden grau-dunklen Angeboten. Ein gleichbleibend hoher Preis für hohe Leistungen wird im Sinne einer Corporate Identity anders aufgefasst als ein Unternehmen der Sonderangebote und des Schnäppchenmarktes. Die Corporate Identity sollte auch möglichst keine überraschenden Wechsel vollziehen.

Corporate Design: Arbeiten Sie mit der Erinnerung

Erinnerung erfolgt am ehesten in bildhafter Form, über Symbole, Farben und andere Sinne, nicht im Sinne von der Erinnerung an den Firmennamen… Das Corporate Design fasst diesen Umstand zusammen und drückt Ihre Corporate Identity symbolisch vereinfacht aus. Dabei sollte das Corporate Design unbedingt an die Vorstellungen und Wünsche Ihrer Zielgruppen angepasst sein! Zur Corporate Identity gehören Ihre Person, Ihr Leistungsspektrum, Ihre Produktpalette, Ihre Unternehmensphilosophie, Ihren Service und Ihr Alleinstellungsmerkmal, also Ihren USP in bildhafter Form aus. Perfekt ist die Corporate Identity, wenn Sie dem ästhetischen Empfinden Ihrer Zielgruppe entspricht und nicht nur Ihrem eigenen.

Corporate Design – Was gehört dazu?

Die Corporate Identity auf einen sinnlichen und hoffentlich für Ihre Kunden angenehmen Eindruck verkürzt, das ist Ihr Corporate Design. Es umfasst sämtliche grafischen Auftritte Ihres Unternehmens, von der Visitenkarte über das Briefpapier bis zum Werbeträger. Auch die Website ist selbstverständlich Träger des Corporate Designs. Dabei haben Sie sich entweder aus künstlerischer oder grafischer Begabung heraus selbst für ein Design entschieden oder einen Grafiker beauftragt, Ihr Konzept in einem Corporate Design umzusetzen. Das Corporate Design umfasst neben einem Firmenlogo, das selbstverständlich auch ein Bild oder Foto sein kann, auch eine oder wenige Schriftarten, die Sie von nun an für jeden Schriftverkehr oder schriftlichen Auftritt und vor allem für die Kundenakquise nutzen werden. Auch Farben und stilistische Merkmale wie Linien, Anordnung von Logo und Daten und wenige Farben, die sich möglichst überall wiederfinden, gehören zum Corporate Design.

Corporate Identity und Corporate Design: Eine Abgrenzung und andere Tipps

Während sich eine Corporate Identity oftmals selbst ergibt, weil man Person ist, auf bestimmte Weise handelt und agiert und sein Leistungsspektrum klar definiert, ist das Corporate Design selbst gewählt. Es sollte aber die Corporate Identity symbolisch wiederspiegeln und dabei möglichst zur Identifikation Ihrer Kunden mit dem Design beitragen. Zwei einfache Beipiele sei der Kinderclub, den man nicht in grau und schwarz präsentieren wird, oder das Beerdigungsinstitut, das nicht kunterbunt und mit krakeliger Kinderschrift auftreten wird. Sind Sie sich darüber im Klaren, wer Sie sind, wo Sie auf dem Markt stehen (wollen) und wer Ihre Kunden sind, dann versuchen Sie sich doch gerne selbst an einem Corporate Design. Richtig gute Tipps zur praktischen Umsetzung, von Beispielen bis zur Umsetzung des selbsterstellten Corporate Design in der passenden Software, gibt diese Seite. Die richtigen Ratschläge rundherum und um mit dem Grafiker schließlich zu einem überzeugenden Corporate Design zu finden, bekommen Sie dagegen bei Förderland.

5. Dezember 2010

Mit Zeitarbeit zur Festanstellung? Über Chancen und Risiken

Filed under: Lohnbekommer,Lohnzahler — Franzi @ 11:36
Schlagwörter:

Zeitarbeit wird hierzulande heiß debattiert. In den Niederlanden ist sie schon lange etabliert und wird rege genutzt. Wovor haben wir Deutschen denn nun Angst, wenn wir den Begriff Zeitarbeit hören? Und worin bestehen die realen Chancen einer dauerhaften Tätigkeit als zeitlich begrenzte Aushilfe?

Chancen bei der Arbeitssuche: Was bietet die Zeitarbeit?

Zeitarbeit bietet Möglichkeiten, die je nach Position im Arbeitsmarkt durchaus Sinn machen. Für junge Fachkräfte, die sich noch nicht orientieren konnten auf dem Arbeitsmarkt, ist Zeitarbeit neben Praktikas als Einstieg in den Job durchaus eine Chance. Sie lässt es zunächst offen, sich für einen Beruf, eine Unternehmensform oder sogar einen bestimmten Arbeitgeber zu entscheiden. Wer sein Studium oder eine Ausbildung beendet hat und im nächsten Jahr mehrmals den Arbeitgeber wechselt, hat sonst nämlich schlechte Karten, weil die unstete Art den potentiellen Arbeitgeber fürchten lassen muss, dass man nach kurzem schon wieder auf Bewerbersuche gehen muss. Zeitarbeit dagegen liefert bis zu vier und mehr Schnupper-Jobs in einem Jahr. Gut, wenn man dann im Rahmen der Zeitarbeit beispielsweise ein großes und ein ganz kleines Unternehmen als Pole des Arbeitsmarktes ausprobiert werden können, um festzustellen, wo man sich wohler fühlt.

Zeitarbeit als Chance aktiv nutzen!

Auch für ältere Arbeitnehmer kann Zeitarbeit die Chance sein, einen Arbeitgeber, der eigentlich jemand jüngeres sucht, von sich überzeugen zu können. Aber egal wer, der Zeitarbeiter muss während seiner Anstellung nicht nur gut arbeiten. “Man muss auch darüber reden”, heißt es in einem Artikel des Hamburger Abendblattes (link). Nicht unscheinbar im Hintergrund stehen solle der Zeitarbeiter, sondern offen Kontakte knüpfen, persönlich überzeugen und gerne auch einmal darauf hinweisen, was er leistet. Spätestens eine Woche vor Ende der Zeitarbeit sollte dann indirekt das Thema der Weiterbeschäftigung angesprochen werden. Ob der Chef sich vielleicht melden würde, wenn er im Betrieb etwas von einer freien Stelle höre, biete dem Vorgesetzten ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, bringe das Thema aber dezent auf den Tisch.

Zeitarbeit als Leiharbeit und Sklaverei: Lohndumping

Zeitarbeit wird auch zum Austausch von höherbezahltem Personal gegen niedrig bezahlte Zeitarbeiter genutzt. Oft sind dabei die Arbeitgeberfirma und die Verleihfirma noch verbandelt. Drehtüreneffekt, nenne man das, heißt es in einem Artikel der Wirtschaft t-online. Im selben Artikel bennent der Autor Licht- und Schattenseiten der Zeitarbeit. Unangenehm das Gefühl, dieselbe Arbeit für weniger Geld als die Kollegen erledigen zu müssen. Gerade deshalb sollte die Politik ihr aktuell gegebenes Versprechen nutzen, einen Mindestlohn für Zeitarbeit festzulegen, bevor der Markt sich weiter für niedriger bezahlte EU-Arbeitskräfte öffnet. Es gibt aber auch Unternehmen, die selbst handeln: Mercedes-Benz beispielsweise (Quelle Wirtschaft-t-online s.o.) zahlt in Wörth den Zeitarbeitern genau denselben Lohn wie ihren Festangestellten und geht damit mit bestem Beispiel voran. Denn auch ohne Lohneinsparungen besitzt die Zeitarbeit für Unternehmen Vorteile: Sie spart den Bewerber-Andrang und das Auswahlverfahren und sorgt für ausreichende Versorgung mit kurzfristigen Mitarbeitern. Genug, um als Unternehmer selbst aus dem Schatten der Zeitarbeit herauszutreten in das Licht der eigenen sozialen Verantwortung?

26. Oktober 2010

Keine Angst vor Direct Mailing! Tipps und Tricks zur Neukundengewinnung

Filed under: Allgemein,Auf eigenen Beinen,Lohnzahler — Franzi @ 21:14
Schlagwörter: ,

Gerade für Kleinunternehmer ist das Direct Mailing eine preisgünstige Möglichkeit derKundenakquise. Allerdings ist es nicht ganz so einfach wie es aussieht! Denn oft genug werden die Mails nicht weitergeleitet, nicht gelesen oder nicht mit der gewünschten Reaktion bedacht. Was es zum Direct Mailing als Kundenakquise-Möglichkeit zu wissen gibt…

Direkt Mailing – Wie geht Neukundenakquise per Mailing?

Direct Mailing bezeichnet nicht allein die Marketingstrategie Neukunden per Email anzuschreiben, sondern auch per Post. Wer als Kleinunternehmer oder Selbstständiger wenig Geld für Werbung ausgeben will oder kann und sein Marketing lieber gezielt als am Rand der Autobahn an den Mann/die Frau bringen will, der entwirft einen ansprechenden Werbetext und adressiert ihn direkt an den persönlichen Ansprechpartner. Denn Direkt Mailing erfordert als Marketingstrategie etwas an Vorbereitung! Senden Sie keine Mails oder Briefe an eine namenlose Firma, die landen mit Sicherheit in der Post. Strategisch sinnvoll ist es, den richtigen Ansprechpartner recherchiert zu haben und im Anschreiben direkt anzusprechen. So kann Direct-Mailing Erfolg haben.

Marketingstrategie Direct-Mailing: Formulieren Sie positiv!

In Ihrem Direct-Mailing sollten Sie neben einer persönlichen und gewählten Ansprache alle Tricks professioneller Texter beherzigen. Innerhalb der ersten zwei Sätze sollten Sie den Leser gewonnen haben,  damit er weiter liest. Sprechen Sie ihm aus dem Herzen, holen Sie ihn dort ab, wo er seine Probleme hat, die Sie lösen wollen. Lassen Sie ihn aber noch neugierig! Formulieren Sie Ihr Direct Mailing positiv, verfallen Sie nicht ins Meckern, weil Sie dem Adressaten seine Nachteile aufzählen. Die kennt er schon zur Genüge. Formulieren Sie besser direkt Ihre Lösungen, bieten Sie ihm Ihre Dienste an. Dabei können Sie dramatisieren und in Slogans verfallen, in geeigneten Bildern sprechen, solange Sie klar genug bleiben. Und vergessen Sie nicht, dem Kunden zu sagen, was er tun soll, das wird sonst tatsächlich leicht vergessen! Ganz tolle Beispiel-Mails in Form von Vorher- Nachher-Mailings bietet übrigens diese Texter-Seite.

Direct-Marketing per Email oder Post?

Ob Sie Ihr Direct-Mailing-Werbeanschreiben per Post oder per Email versenden hängt sicherlich auch von Ihrer Zielgruppe ab. Internetaffine Programmierer können gerne per Email akquiriert werden, aber der Postbrief ist ansonsten doch die elegenatere und wertschätzendere Methode. Achten Sie dann aber angesichts der Masse auf das Gewicht! Gerade ein mehrstufiges Direct-Mailing, bestehend aus dem Interesse weckenden Anschreiben, einer Broschüre oder sonstigemInformationsmaterial und womöglich Rückantwortkuvert kann leicht über den normalen Briefpreis geraten. A propos Deutsche Post: Die bietet übrigens auch Seminare zum Direkt-Marketing an. Ob Mail- oder Poststrategie – die Frage wird dabei sicherlich ganz eindeutig gelöst! ;)

17. August 2010

Cloud Computing: gemieteter Raum, private Nutzung

Filed under: Auf eigenen Beinen,Lohnzahler — Franzi @ 11:13
Schlagwörter: , , ,

Ebenso wie Produzenten von Gütern Lagerraum nach Bedarf anmieten können, anstatt den Platz dauerhaft unterhalten zu müssen, stellt auch der virtuelle Raum inzwischen Lösungen on demand zur Verfügung. Derzeit noch ohne eindeutige Definition kursiert  der Begriff “Cloud Computing” für die dynamische Überlassung von Rechnerleistung und Programmen. Von reiner Anwendung in Form zeitlich lizensierter Programmnutzung bis hin zu programmierbarer Servernutzung gilt die flexible Form der Überlassung inzwischen als kundenfreundlicher Trend, ähnlich der Prepaid-Nutzung gegenüber der statischen Vetragsnutzung von Telefonnetzen. Eine kurze Übersicht soll Klarheit darüber schaffen, was in der “Wolke” wo zu finden ist.

Cloud Computing in drei vertikalen Etagen: Infrastruktur, Plattform, Anwendungen

Cloud Computing-SchemaDie Computer-Wolke des Cloud Computing umfasst drei Ebenen der angebotenen Services. Rechnerleistung und also administrierbare und damit programmierbare Server, Infrastruktur genannt, bilden die Grundlage der Computing Cloud. Plattformen, zum Beispiel für Datenspeicherungen, die ohne eigene Administration auskommen, bauen darauf auf,  und reine Anwendungen, die sich vor allem für Datenverarbeitungen eignen, bilden die Spitze der Pyramide. Man kann im Groben auch die im Zusammenhang mit Cloud Computing verwendeteten Begriffe LaaS, PaaS und SaaS in diese vertikal strukturierten Ebenen zuordnen. IaaS steht dabei für Infrastructure as a Service und stellt – sich selbst erklärend – die Infrastruktur virtueller Rechner zur Verfügung. PaaS steht für die virtuelle Programmierumgebung, also einer geeigneten, sich selbst administrierenden Plattform, und SaaS stellt die fertigen Programmpakete dar. Dabei gibt es im Bereich des SaaS des Cloud Computing inzwischen unter anderem Sicherheitslösungen, Programmpakete für Praxis, Steuer und Wirtschaft, aber auch Apps oder spezielle Tools.

Sicherheit und Kompetenz der SaaS-Lösungen im Cloud Computing

Die Cloud Services wachsen rasant, schließlich stellt die Computing Cloud eine Chance auch für kleine Entwicklerbuden dar, ihre Programme an den Mann oder die Frau zu bringen. Qualitätsfragen des öffentlichen Computings beantwortet deshalb normalerweise der Anbieter der Plattform für die Cloud Computing Programmpakete. Eines der renommiertesten Unternehmen der SaaS-Pakete im Cloud Computing stellt ganz sicher Cloud Services Made in Germany dar. Ihre Cloud-Produkte sind alle dahingehend geprüft, dass Sitz, Gerichtsstand und die Verfügbarkeit eines Ansprechpartners in Deutschland liegen bzw. existieren sowie ein Vertragswesen in deutscher Sprache und nach deutscher Rechtsprechung vorliegt. Vor allem im Bereich des Einstiegs in die Selbstständigkeit bildet Cloud Computing eine Chance, wenn Programmpakete “gemietet” werden können anstatt gekauft werden zu müssen.

Cloud Computing im Inter- oder besser Intranet?

Die Cloud Computing Anbieter reagieren natürlich auch auf die Sicherheitsfragen ihrer Nutzer. Entstanden sind daher Lösungen für die private Nutzung, sogenannte Private Clouds, oder die öffentliche Nutzung, Public Cloud genannt. Hybride Formen und Unterformen des Computings existieren inzwischen schon je nach Anwendernachfrage. Es können Computing Clouds zu Testzwecken im Intranet einer Firma installiert werden oder bestimmte Abteilungen Zugang gewährt bekommen. Eine Computing Cloud kann den sensiblen Teil der Datenverarbeitung firmenintern privat halten und trotzdem nach außen hin geöffnet mit weiteren öffentlichen Public Cloud Lösungen kombinierbar bleiben. Oder die Benutzung findet direkt im öffentlichen Raum statt, wobei im Bereich des Public Cloud Computings auch die Exclusive Cloud existiert, also exklusive Verträge zwischen Anbieter und Nutzer abgeschlossen werden können. Inwieweit zum Beispiel die sensiblen Datentransfers und -archive der CRM-Anwendungen in den on-demand-Lösungen der Computing Cloud gesichert wurden, illustriert sehr schön dieser Artikel der PcWelt.

[IMG © Ronald Lewis / flickr]

30. Juli 2010

Werbung? Ja bitte – nur bitte nicht auf Englisch!

Filed under: Allgemein,Auf eigenen Beinen,Lohnzahler — Franzi @ 09:32
Schlagwörter: ,

Werbung muss eingängig sein. Prägnant, klangvoll und – verständlich! Das haben wohl einige Werbe-Experten nicht ganz verstanden und Deutschland mit englischen Werbe-Sprüchen versehen. Was die Deutschen verstehen und ob das ganze überhaupt Wirkung zeigt?

Werbung oder Marketing?

Wenn in Deutschland geworben wird, dann oft in der Trendsprache Englisch, obwohl eigentlich amerikanisch gemeint ist. Nicht nur Berufe und Berufsfelder werden heutzutage englisch bezeichnet, und niemand weiß Pussy Deluxe - manchmal muss es einfach Englisch sein! mehr genau, was mit “Purchasing Management” bezeichnet wird oder der “Chief Marketing Officer Aviation Ingenieur” genau tut. “Werbung” wird heute zusätzlich nicht nur auf Englisch entworfen, sondern offenbar auch inhaltlich von “Marketing” unterschieden, obwohl beides die kommunikativen Mechanismen zur Einleitung eines Tauschhandels bezeichnet.

Werbung in Deutschland: “Marketing”, “Claims” und “Slogans”

Aber auch Werbesprüche, englisch “Slogans” und im Marketing sogar “Claims” genannt, werben heute auf Englisch, obwohl zum Beispiel DESI (als eine Art PISA-Vergleichsstudie) bei einer internationalen  Untersuchung der Englisch-Kenntnisse 15-jähriger Schüler zu dem erschreckenden Ergebnis kommt, dass über ein Drittel kaum einen Satz auf Englisch verstehen kann. Englische Werbung macht damit doch eigentlich gar keinen Sinn?

Werben auf Englisch – der Coolness-Faktor

Doch, englische Werbesprüche machen Sinn, sagt zumindest BILD.de. Zwar werden sie von Deutschen kaum vernünftig übersetzt, aber sie verkauften sich trotzdem, wie englischsprachige Musik. Je eingängiger die Sprachmelodie und der Jingle des englischen Slogans, desto mehr verbände sich der Slogan mit dem Produkt. In dem Artikel wird trotzdem eine ganze Galerie der witzigsten und skurrilsten deutschen Übersetzungen von englischen Slogans in der deutschen Werbung angeboten.

Englische Slogans in der Werbung: Lassen uns emotional kalt

Nein, englische Werbung macht keinen Sinn, sagt dagegen die Dipolmarbeit einer Dortmunder Studentin am Institut für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Universität Dortmund. Unter Leitung des Professor Krämer, der seit Jahren als Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache für ihre Reinhaltung plädiert, kam sie zu dem Ergebnis, dass uns englischsprachige Werbeslogans kalt ließen. Gemessen über den elektrischen Hautwiderstand wie beim Lügendetektor, entwickelten die Probanden offenbar keine emotionalen Regungen zu den englischen Slogans, auch wenn sie die Werbung sehr gut verstanden. Darüber berichtete der SPIEGEL online.

Mein Tipp: Überlegen Sie, wer Adressat ihrer Marketing- bzw. gut deutsch Werbe-Strategie sein soll. Schneidern Sie Ihre Slogans bzw. Werbe-Sprüche auf Ihre Kunden zu, gestalterisch sowieso (siehe zum Beipiel meinen Artikel zu Visitenkarten-Designs), aber eben auch sprachlich wie auch inhaltlich. Dann kommt ihre Werbung - ob deutsch oder englisch - hoffentlich auch gut an.

[IMG © flickr / photokraft]

27. Juli 2010

operatives und strategisches Management

Filed under: Auf eigenen Beinen,Lohnzahler — Franzi @ 09:22
Schlagwörter:

Das Managing einer Firma oder eines Unternehmens ist prinzipiell in jeder Größenordnung gleich: Wichtig ist die wirksame Verknüpfung normativer, strategischer, aber auch der operativen Strategien. Was das für einen Unternehmer bedeutet…

Management richtig ansetzen: Normative Leitlinien setzen

Bevor operative oder strategische Ziele definiert werden können, muss die normative Struktur und Richtlinie für ein Unternehmen klar gesetzt sein. Wer seine Selbstständigkeit nicht rahmenwirksam beschreiben kann, wer als Manager und Unternehmer für seine Mitarbeiter keine Firmenethik Strategisches Management - Träumen Sie sich doch mal in die ganze Welt vorweisen kann, der verliert sich leicht auf dem Markt. Ein klar erkennbares Profil, gesetzt durch ein rational durchstrukturiertes Management, setzt Maßstäbe und motiviert Mitarbeiter wie auch Kunden durch die Identifikationsmöglichkeit.

Normatives Management as its Best

Normatives Management kann durchaus werbewirksam sein. Wie ein Symbol heftet sich eine normative Unternehmensstruktur an das Produkt oder die Leistung und fungiert fortan als Marketingstrategie erster Güte. Ein grünes Unternehmen (zum Beipiel bei greenjobs.de) begeistert seine Kunden ebenso wie seine Mitarbeiter zum Beispiel durch stringent durchgeführte Umweltpolitik trotz marktwirtschaftlicher Krise und wirbt so auf der Ebene des Managements mit dem fortschrittlichen Trend ethischer Umweltpolitik. Ein Finanzunternehmen setzt auf Sicherheit, lehnt große Wagnisse ab, um seine Kunden für sich zu gewinnen, und ermöglicht durch gezieltes normatives Management so seinen Mitarbeitern großen Spielraum für Eigeninitiative, wenn der Rahmen klar gesteckt ist. Das alles sind Grundvoraussetzungen des Managements, um strategisch und operativ darauf aufzubauen.

Operatives Management – zwischen den Normen und der Zukunftsplanung

“Normatives und strategisches Management gestaltet,
operatives Management lenkt die Unternehmungsentwicklung”, heißt es bei Knut Bleicher in “Das Konzept – Integriertes Management, Visionen – Missionen – Programme”, erschienen bei Campus Verlag und erhältlich bei Amazon. Das operative Management kümert sich dabei um die mittelfristige Durchsetzung strategischer Ziele mit dem Focus der Unternehmenseffizienz. Das operative Management darf nicht gegen die Unternehmensethik verstoßen, ein sozialer Verein zum Beispiel nicht mit unsozialen Mitteln seine Ziele erstreiten. Trotzdem ist die operative Aufgabe des Managements – im Hinblick auf die strategisch gesetzten Ziele! – so ökonomisch wie möglich vorzugehen.

Das strategische Element des Managements – Träumen Sie sich zum Ziel!

Wird das operative vom strategischen Management getrennt betrachtet, ist es dem Unternehmer möglich, seine strategischen Ziele freier zu entwickeln. Sicherlich dürfen sie nicht in Wolkenkuckucksheim angesiedelt sein, aber auf dem Weg zu realistischer Unternehmensführung ist es den Strategen im Management erlaubt, durch Brainstroming und Utopien zu einer optimistischen Markteinschätzung zu gelangen – oder anders gesagt: strategische Manager sollen auch träumen dürfen! Wer seine Aufgabe im Management immer durch die bremsenden Erfahrungen wirklichkeitsgetreuer Operationen begrenzt, gerät womöglich in den Strudel negativer Markteinschätzung und verliert die motivierende Kraft der Visionen. Auch als Manager eines Ein-Mann-Unternehmens sollten Sie deshalb sehen, dass sie die drei Achsen des Managements getrennt halten, um sich selbst keine Steine in den Weg zu denken.

[IMG © flickr / mind_scratch]

30. Mai 2010

B2B-Marketing – wer, wie, was?

Filed under: Allgemein,Auf eigenen Beinen,Lohnzahler — Franzi @ 11:09
Schlagwörter:

B2B-Marketing – dahinter stecken verschiedene Fragestellungen. B2B oder Business to Business bezeichnet Beziehungen zwischen Unternehmen und orientiert sich an ganz eigenen Strategien. Trotzdem spielen Kundenwerbung und -bindung natürlich eine große Rolle. Und auch die Präsenz einer Marke kann entscheidende Punkte bringen. Ich möchte das B2B-Marketing aber einmal von ganz vorn aufrollen – ohne Vorkenntnis-Annahme.

B2B-Marketing gab es früher auch mal auf Deutsch…

"Have you noticed ethics creeping in some of our deals lately?"Business to Business steht allgemein für die Beziehung zwischen mindestens zwei Unternehmen und unterscheidet sich damit grundlegend von der Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden oder Behörden.

In fast allen Bereichen des Geschäftslebens hat sich Englisch als Sprache durchgesetzt, weshalb die ehemals bi-linguale Bezeichnung “Industriegüter-” oder “Investitionsgüter-Marketing” inzwischen vollständig assimiliert wurde. Der alte B2B-Name zeigte noch deutlich, dass es sich um eine den Absatzmarkt betreffende Beziehung handelte. Produkte sowie auch Leistungen können im B2B-Marketing deshalb ebenso als Güter oder Investitionsgüter betrachtet werden. Der heute unüberschaubare Markt an Dienstleistungen etwa fällt genauso unter die B2B-Marketing-Strategien.

Inhalte des B2B-Marketings

Das B2B-Marketing richtet sich vor allem in elektronischer Form an Prozessbeteiligte vor dem Endverbraucher. Die PR (public relations oder deutsch: Werbung) in dieser Sache richtet sich also nicht an einen Konsumenten und soll nicht seine Kaufentscheidung positiv beeinflussen. Vielmehr geht es den B2B-Strategen um ein reibungsloses und gewinnbringendes Miteinander im Prozess der Produktion oder Hervorbringung von Gütern und Leistungen bis zu deren Fertigstellung und letztlichen Präsentation vor dem Kunden. Und selbst zu diesem Zweck – der werbestrategischen Präsentation eines Gutes – braucht es die B2B-Bindung: Die Beziehungen der Produzenten oder Anbieter zur Werbebranche.

B2B – wie funktioniert das Marketing zwischen Unternehmen?

Dauerhaft erfolgreiches B2B-Marketing basiert nicht auf aktionsgetriebener, kurzfristiger Umsetzung wie das B2C-Marketing, das sich an den Kunden als Endverbraucher wendet und sein Kaufverhalten kurzfristig auf sein Angebot fokussieren will, sondern auf langfristig angelegter, konzeptioneller Planung. Für den Erfolg auf heutigen B2B-Märkten sind “zuverlässige” Marken dabei ein immer wichtigerer Faktor. Die Kommunikation spielt im B2B wie auch im Verbraucher-Kundenorientierten B2C-Marketing (Business to Consumer) eine entscheidende Rolle. Virtuelle Marktplätze, EDI, Webdienste oder Business-Suchmaschinen erlangen deshalb immer größere Bedeutung für das B2B-Marketing.

Sogenannte “Integrationsplattformen” wie Enterprise Application Integration sind dabei mittlerweile in der Lage nicht nur B2B-Geschäftsfunktionen abzubilden und den beteiligten Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Auch die Geschäftsprozesslogik als dahinter stehende Mikroabläufe lassen sich von den B2B-Beziehungspartnern einsehen. Solche Transparenz, durch elektronische Kommunikationsmittel ermöglicht, trägt wesentlich zur stabilen B2B-Unternehmer-Beziehung bei.

Beziehungen – ein wichtiger Faktor auch unter Unternehmen

Systematisches Kundenbeziehungsmanagement und aktive Kundenbindung nehmen im B2B-Marketing einen immer höheren Stellenwert ein. Nachweislich kann nämlich die Gewinnung von Neukunden bis zu fünf Mal so teuer sein wie die Kundenbindung. Die klassische B2B-Werbung mit Katalogen, Broschüren und Anzeigen in Print-Medien (Zeitungen, Zeitschriften, z.B. B2B-Deutschland als Wirtschaftsbeilage der Berliner Zeitung) hat dabei sicherlich noch ihren Stellenwert, aber das Internet gehört mittlerweile in allen Phasen des B2B-Kaufentscheidungs-Prozesses zu den wichtigsten Kommunikationswegen.

[IMG © flickr / Bob_Collins]

« Previous Page

Powered by WordPress MU.