Schuhmacherhandwerk | Ausbildung zum Schuster

Die Schuhbranche boomt. Dafür sorgen unter anderem auch regelmäßige Fernseh-Werbespots unterschiedlicher Firmen. Das heißt, es müsste eigentlich an jeder Ecke einen Schuster geben, um die vielen Schuhe, die in Deutschlands Schuhschränken stehen, reparieren zu können.

Besonders Frauen lieben Schuhe und haben oftmals mehrere Dutzend in allen Variationen im Schuhschrank stehen. Man sollte meinen, dass das Schuhmacherhandwerk boomt. Dem ist aber nicht so. Die heutigen Schuhe – gerade wenn man viele besitzt – werden im Einzelfall nicht oft getragen. Sind sie dann kaputt, werden sie entsorgt. Es gibt junge Leute, die nicht einmal wissen, dass es das Schusterhandwerk überhaupt gibt.

Schuhmacherhandwerk ist ein Ausbildungsberuf

Schuhmacherin oder Schuhmacher ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, der in der Handwerksordnung geregelt ist. Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Was genau macht ein Schuhmacher

Das gehört zum Job eines Schuhmachers: sie sind in der Lage, maßgefertigte Schuhe herzustellen. Sie können Schuhe umarbeiten, reparieren und erneuern. Desweiteren stellen sie Fußstützen für Schuhe her. Wenn Orthopäden beispielsweise einem Patienten Schuheinlagen verordnen oder eine Absatzerhöhung, ist das Sache eines Schuhmachers.

Wo können Schuhmacher Arbeit finden

  • Sanitätsfachgeschäfte
  • Orthopädiefachgeschäfte
  • Lederwerkstätten
  • Schuhmacherbetrieben
  • Schuhreparaturdienste
  • Schnellreparaturdienste
  • Theaterwerkstatt
  • Opernhaus
  • Fernsehanstalten

Heute kennt man meist in den Räumen eines Supermarktes den Schuh- und Schlüsseldienst. Dies sind meist keine ausgebildeten Schuhmacher. Den Schuster von früher findet man eher selten. Aber es gibt sie noch. Und sie haben unglaublich viel Zulauf und meist ein großes Einzugsgebiet. Schuster reparieren nicht nur Schuhe sondern machen auch andere Lederarbeiten zum Beispiel bei Gürteln oder Handtaschen.

Kürzlich war in unserer Tageszeitung ein Portrait eines Schuhmachers. Er hat ein großes Einzugsgebiet, weil er der einzige in der Umgebung ist. Seit 22 Jahren repariert er Schuhe, setzt Keile zu orthopädischen Zwecken ein und macht schiefe Absätze wieder gerade. Laut seiner Aussage, repariert er pro Monat tausend Paar Schuhe.

Es gibt sie also noch die Kunden, die dieses Handwerk schätzen, die lieber gute und teure Schuhe kaufen, die viele Jahre halten sollen. Da lohnt es sich auch, einen Absatz zu richten. Wer nur Billigschuhe kauft, wirft sie vermutlich einfach nur weg, weil eine Reparatur sich nicht lohnt. Zum Glück denken nicht alle so.

Bei der Agentur für Arbeit kann man sich ebenfalls über den Ausbildungsberuf “Schuhmacher” informieren.

1 Comment

  • Katharina

    Ich glaube auch, dass der Beruf bestimmt bald ein Nischenberuf wird. Ganz einfach, weil
    oftmals Schuhe preiswert hergestellt und verarbeitet werden. Wenn da mal ein Absatz abbricht, oder der Flecken ab ist,
    dann überlegt man (Frau) sich, ob man nicht gleich ein neues Paar kauft, anstatt 15 euro für eine Reparatur auszugeben.
    Die Westliche Welt entwickelt sich nämlich zu einer Wegwerf-Gesellschaft, so dass Qualität kaum noch gefragt wird. Und somit
    werden Berufe auch in diesen Strudel gezogen.

    Gruß
    Katharina

    21 Aug
    Reply

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