Selbst Marketing: Ratgeber für Berufstätige

Arbeitskollegen, die sich ständig vor dem Chef profilieren wollen, die immer wieder das Gespräch mit ihm suchen, sind nicht unbedingt als Kollegen beliebt. Die Frage ist allerdings: was bringt dieses Selbstmarketing.

“Wichtigtuerei, Aufschneiderei” so nennt man es, wenn sich ein Mensch ständig in den Vordergrund zu rücken versucht. Besonders unbeliebt sind solche Arbeitskollegen, die häufig versuchen, dem Chef durch irgendwelche Aktionen zu imponieren.

Mir liegt das Buch von Gitte Härter vor mit dem Titel “Selbst Marketing” vor. In diesem steht genau das: man sollte wissen, wie man sich selbst vermarkten kann und dabei ist der Chef als Kunde anzusehen, an den man sich “verkauft”. Schließlich ist es der Chef, der über das Wohlergehen seiner Mitarbeiter bestimmt.

Fällt einer von ihnen besonders positiv auf, kann das für diesen durchaus positiv sein. Es gibt eine Studie von IBM, die ganz klar herausgestellt hat, dass 30 Prozent ihren Job aufgrund ihres sicheren und guten Auftretens erhielten.

Selbstmarketing hat nichts mit Aufschneiden oder Wichtigtuerei zu tun, denn wenn dahinter nichts steckt, bringt die beste Schaumschlägerei nichts. Es gilt das Können und Wissen zu vermarkten.

Selbstmarketing gegenüber dem Chef

Da auch Chefs Menschen aus Fleisch und Blut sind, sollten sie auch so behandelt werden. Wem dies gelingt, ist bei diesen mit Sicherheit gut angesehen. Warum ihm nicht zum Geburtstag gratulieren, warum ihn nicht fragen, ob er ein schönes Wochenende gehabt hat, warum nicht den direkten Weg zu ihm suchen, wenn man eine Frage hat. Auch freuen sich Chefs darüber, gelobt oder anerkannt zu werden, wenn sie zum Beispiel eine Ausbildung genehmigen, wenn sie neue Computer anschaffen, einen neuen Kaffeeautomaten. Dies sind nicht unbedingt selbstverständliche Dinge, und auch ein Chef freut sich über ein “Danke”. Wie heißt es so schön? “Wertschätzung kommt oftmals doppelt oder dreifach zurück”.

Selbstmarketing heißt auch “auf den eigenen Ruf achten”

Der Autor Jochen Mai schreibt in seiner “Büro Alltags Bibel” – und das gilt sicher nicht nur im Berufsleben – dass gute Nachrichten wesentlich weniger häufig verbreitet werden als schlechte. Das heißt, man sollte immer darauf achten, was man tut. Je mehr Leute positiv über einen anderen reden umso besser für diesen. Dies geschieht aber nicht von selbst. Dafür müssen gute Kontakte mit den Arbeitskollegen gepflegt werden. Wer sich mit anderen “vernetzt”, bündelt sein Wissen und seine Fähigkeit und fällt positiv auf.

Weitere Punkte für gutes Selbstmarketing

  • ordentlich sein – ein gut aufgeräumter Schreibtisch signalisiert strukturiertes und zuverlässiges Arbeiten
  • positiv denken – nicht ständig über die viele Arbeit jammern, und wenn dann das Lob des Chefs kommt, dieses annehmen. Wer hier aus falscher Bescheidenheit  mit “das war ja nichts Besonderes” antwortet, läuft Gefahr, dass dies der Chef dann auch als “nichts Besonderes” ansieht.
  • immer passend gekleidet sein – man drückt automatisch mit seiner Kleidung aus, was man von seiner Arbeitsstelle hält. Mit einer ordentlichen Kleidung signalisiert man, dass man seinen Job wichtig nimmt.

Ratgeber fürs Selbstmarketing

  • “Selbst Marketing” von Gitte Härter
  • “Büro Altags Bibel” von Jochen Mai
  • “So behalten Sie Ihren Job” von Jörg Knoblauch

Auf der Internetseite von Jörg Knoblauch finden Sie noch viele weitere Informationen zum Thema.

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