Anonyme Bewerbung: funktioniert das?
Es soll ein einjähriger Feldversuch sein, die sogenannte anonyme Bewerbung. Die Meinungen über diese Art der Bewerbungen gehen natürlich wie bei allen Projekten ziemlich auseinander.
Es gibt Stimmen, die sagen, dass anonyme Bewerbungen nicht funktionieren können in einer Zeit, da bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken jeder seine Daten offen legt. Anonyme Bewerbungen würden demzufolge nicht in die “offene” Zeit passen.
Das kann man aber auch genauso andersherum sehen. Und dass es einen Versuch wert ist, zeigen fünf große Firmen, die an dem Feldversuch “Anonyme Bewerbung teilnehmen.
Diese fünf Firmen testen anonyme Bewerbungen 12 Monate lang
- L’Oreal
- Procter & Gamble
- Deutsche Post
- Deutsche Telekome
- My Days
Ich persönlich finde diese Idee sehr gut. Man muss bei der anonymen Bewerbung nicht mal seinen Namen angeben, und ich bin wirklich sehr gespannt, welches Resumée die fünf genannten Firmen nach einem Jahre ziehen werden.
Was bedeutet “anonym” bei der “anonymen Bewerbung”.
- keine Angabe von Namen
- kein Foto
- keine Angabe des Geburtsdatums
- keine Angabe zu Geschlecht
- keine Angabe zur Nationalität
- kein Geburtsort
- kein Familienstand
Wie geht es nach der anonymen Bewerbung weiter
Wer sich und seinen Werdegang gut darstellen kann, wird aufgrund seiner anonymen Bewerbung zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Das dürfte spannend sein für jeden Personaler, der überhaupt nicht weiß, kommt nun ein Mann oder eine Frau zur Türe herein, ein junger oder älterer Mensch, ein Deutscher oder Ausländer.
Vermutlich werden Bewerber mit ausländischem Namen am meisten von den anonymen Bewerbungen profitieren. Bei älteren Menschen bin ich eher skeptisch.
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes erklärt auf ihrer Seite das Projekt der anonymen Bewerbung.