Rentenversicherungspflicht für Selbstständige – Sinnvoll oder absurd?
Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hat Ende März angekündigt die Rentenversicherungspflicht für Selbstständige einführen zu wollen und dafür Pläne vorgelegt
(siehe Veröffentlichung des Bundesministeriums für Arbeit).
In den letzten 2 Jahren sei die Selbstständigenrate um rund 40% gestiegen, ohne dass viele Vorsorge für das Alter träfen. Das soll nun per Gesetzentschluss geändert werden.
Es ist von Beträgen zwischen 350 und 400 Euro monatlich die Rede, die entweder freiwillig privat, oder falls dies nicht geschieht in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen sind.
Im Internet macht eine Gegenpetition auf sich aufmerksam, die mittlerweile über 80.000 Unterzeichner gesammelt hat. Es ist die Rede von der Existenzbedrohung durch diese zusätzliche Belastung und einem erheblichen Eingriff in die persönliche Lebensgestaltung. Es wird diskutiert, dass der Weg in die Hartz IV Abhängigkeit einfacher gemacht werde, als der in die Selbstständigkeit.
Die Regelung sieht aber Ausnahmen vor: Selbständige über 50 Jahre, Versicherte bei der Künstlersozialkasse oder anderweitig Abgesicherte (Publizisten, Ärzte, Juristen u.ä.) und Kleinverdiener unter 400 Euro monatlich sollen ausgenommen werden.
Was halten Sie von der Regelung?
