Grand Resum | Die Arbeitswelt






         Gewerbe, Unternehmen und Arbeitnehmer

17. Januar 2011

Marketing im privaten Netzwerk: Tipps zur Facebook-Nutzung

In privaten Netzwerken können Sie Ihren Bekanntenkreis erhöhen, wodurchd ie Wahrscheinlichkeit steigt, dass sich auch der nächste Auftraggeber findet. Oder der nächste Arbeitgeber. Was Sie beachten sollten bei Ihrem Auftritt demonstriere ich am Beispiel von Facebook…

Das Netzwerk als Karrieresprungbrett

Suchen Sie den passenden Beruf zum Einstieg oder Aufträge als Selbstständiger? Erschaffen Sie sich zum Beispiel in Facebook ein Netzwerk von Menschen, die entweder jemanden kennen könnten, der Ihnen, weil Sie so symapthisch sind, den nächsten Auftrag gibt, oder der womöglich selbst ein Unternehmer sind und eine langfristige Kooperation mit Ihnen eingehen möchten, weil man sich hier so ungezwungen von Ihren Charaktereigenschaften und Fähigkeiten hat überzeugen können. Denken Sie beim Kontakt im Netzwerk immer daran, dass hinter jedem Facebook-Profil wirklich ein Mensch sitzt, mit dem Sie ebenso höflich und zuvorkommend umgehen sollten wie im richtigen Leben.

Das Netzwerk als Karrierehelfer: Tipps zur Kontaktaufnahme

Lesen Sie die Profile der Facebook-User aufmerksam. Das gilt natürlich auch für alle anderen Netzwerke! Sie finden ganz sicher einen Anknüpfpunkt, am besten einen nicht zu persönlichen, zu dem Sie freundlich und neugierig eine Frage formulieren können. Sie überlassen dem Angeschriebenen selbstverständlich die Wahl, ob er antworten möchte oder nicht. Vielleicht haben Sie Ihre Homepage oder Unternehmenseite auf Ihrem dezent gehaltenen Facebook-Profil angegeben. In den meisten Fällen sind die Menschen, die angeschrieben wurden, auch neugierig und sehen sich alles zu Ihrem Profil erst einmal genau an. Deshalb sollten Sie bei Facebook ebenso wie in allen anderen Netzwerken einen Namen gewählt haben, der nicht zu albern oder lächerlich ist, gern sogar Ihren ganz normalen, das wirkt am ehrlichsten.

Facebook als Auftraggeber-Pool: Tipps zum privaten Profil

Offenbaren Sie sich im Facebook-Netzwerk, aber nicht zu weit: Urlaubsfotos im Facebook-Profil müssen bekleidet sein, Fotos von Saufgelagen kommen nicht seriös an. Auch tausend Bilder von Ihren Katzen sind eher abschreckend. Halten Sie die Zahl der Fotos und Länge der Texte gering. Sie müssen den schmalen Grat zwischen beruflicher Überzeugungsarbeit und einem sympathischen Einblick in Ihr Privatleben in dem Netzwerk schaffen. Überlegen Sie sich, wieviel Privates Sie Ihren Kollegen zeigen würden, mit denen Sie täglich arbeiten müssen. Zur Datensicherheit lesen Sie am besten diesen Artikel.

Facebook und andere Netzwerke: Kommunikation schafft Aufträge

Bekommen Sie eine Antwort auf ein Schreiben, könnn Sie im Netzwerk eine zwanglose Unterhaltung beginnen, in der Sie aufmerksam sein sollten und möglichst immer etwas von sich erzählen, aber die kurz gehaltenen Nachrichten möglichst mit einer Frage nach dem Befinden oder in Bezug auf das Schreiben Ihres Gegenübers enden lassen. Nach einem Auftrag fragen Sie möglichst nicht direkt, außer es ergibt sich daraus, dass Ihr Gegenüber etwas passendes erwähnt. Erzählen Sie nur einfach von sich und Ihrem Business, dann wird Ihr Bekannter schon selbst im Kopf behalten, dass er Sie ja demnächst mal nach einem Auftrag fragenHier kann. Lernen Sie so bei Facebook neue Menschen kennen! Ich jedenfalls habe dadurch schon einige Aufträge erhalten. Hier der Link zum Facebook-Netzwerk.

14. Januar 2011

Businessplan-Bestandteil: Liquiditätsvorschau

Filed under: Auf eigenen Beinen — Franzi @ 13:55
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Teil Ihres Businessplan könnte eine Liquiditätsvorschau oder -planung sein. Dieser Tabelle kann entnommen werden, ob es zu voraussichtlichen finanziellen Engpässen oder sogar zu Unterdeckungen kommen kann oder ob sie imstande sind Ihre laufenden Mittel dauerhaft und lückenlos zu bestreiten. Über die Liquiditätsplanung…

Businessplan für Fortgeschrittene: die Liquiditätsplanung

Eine Planung der Liquidität ist nicht für jeden Businessplan ein Muss. Die Jobcenter verlangen eine Liquiditätsplanung bei Anträgen auf Förderung der Selbstständigkeit (z. B. Einstiegsgeld) zwar generell, aber wirklich Sinn macht diese Form der Planung vor allem in Geschäften mit Ausgaben, die bei Unterdeckung, zum Beispiel durch unbezahlte Rechnungen Ihrer Kunden, die Geschäftstätigkeit gefährden. Belaufen sich ihre Betriebsausgaben im Normalfall auf ein Telefon, Internet und ein bißchen Papier, bringen ein paar ungedeckte Schecks sie nicht gleich in allzu große Schwierigkeiten.

Was eine Liquiditätsplanung ausmacht

Im Gegensatz zur Umsatz- und Rentabilitätsvorschau als weiteren Bestandteil Ihres Businessplans hat die Liquiditätsplanung ihren Fokus darauf, in welchem Monat welche Einnahmen fließen und welche Ausgaben zu tätigen sind. Rechnen Sie hier eher großzügig zu Ihren Ungunsten, etwa mit der säumigen Zahlweise Ihrer Rechnungsempfänger nicht pünktlich innerhalb 14 Tagen nach Erhalt, sondern eher nach einem Monat usw. Dagegen müssen Sie Ihre Zahlungsverpflichtungen wie Miete oder Kreditraten pünktlich und in voller Höhe in die Liquiditätsvorschau eintragen.

Was Sie an der Liquiditätsvorschau ablesen können

Wenn sie die Planung Ihrer Einnahmen und Ausgaben nach dem worse case scenario und gegebenenfalls nach kostenlosen Mustern für eine Liquiditätsplanung von der IHK München angefertigt haben, sehen Sie auf einen Blick – und von der Tabelle meistens automatisch ausgerechnet -, ob Sie Zeiten der finanziellen Unterdeckung entgegensehen müssen. Sind die Deckungslücken sehr groß, müssen Sie eine erweiterte Finanzierungsplanung im Rahmen Ihres Businessplans ausführen.

Factoring gegen Liquiditätslücken durch offene Forderungen

Weist Ihr Liquiditätsplan große Minusbeträge zu bestimmten Zeiten auf, müssen Sie Ihre Finanzierung – eventuell per Kredit? – neu durchdenken. Ist die Planung generell etwas eng, weil Sie zu sehr auf die Rechnungebegleichungen durch Ihre Kunden angewiesen sind, gibt es einfachere Lösungen. Es kann eine Deckung durch ein auf Factoring spezialisiertes Kredit- oder Finanzinstitut, zum Beispiel durch Südwest, angestrebt werden. Dabei erhalten Sie Ihre Forderungen anch Rechnungsstellung durch das Finanzinstitut ausgezahlt, das im Gegenzug eine geringe Gebühr erhebt und Ihre Forderungen erwirbt. Die Durchsetzung Ihrer Forderungen bleibt Problem des Instituts, Sie erhalten Ihren Rechnungsbetrag immer innerhalb weniger Tage. Säumige Zahler sind aber nicht das einzige Problem einer durchgängigen Liquidität, weshalb die Liquiditätsplanung bei allen finanziell aufwendigen Geschäftsideen generell zu empfehlen ist.

12. Januar 2011

Die Rentabilitätsvorschau: Umsatz als Prognose

Filed under: Auf eigenen Beinen — Franzi @ 12:57
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Businessplan-Bestandteil Umsatz- und Rentabilitätsvorschau: Wer sich fragt, wozu es gut sein könne, wenn man seine Einkünfte als Selbstständiger für die nächsten Monate errät, bekommt hier Antworten!

Die Umsatz- und Rentabilitätsvorschau: Was sie beinhaltet

Die Umsatz- und Rentabilitätsvorschau ist Hauptbestandteil der Finanzierungsplanung eines Gründungsvorhabens. Als Teil des Businessplans soll sie aufzeigen, ob eine Idee angesichts laufender Kosten Gewinne erwirtschaftet. Sie wird üblicherweise angesetzt über 12 Monate und enthält jeden Monat als Einzelwert. Die geschätzten Gewinne werden in der Umsatz- und Rentabilitätsvorschau den ebenfalls geschätzten Ausgaben gegenübergestellt. Gewinne können dabei aus verschiedenen Branchen einfließen, Ausgaben beinhalten neben üblichen Betriebsausgaben und gegebenenfalls Gehältern für Angestellte auch Steuern und Kreditkosten.

Was soll rauskommen bei der Rentabilitätsvorschau?

Erwirtschaftet werden muss laut dem Rentabilitätsplan mindestens das eigene Existenzminimum, das alle Sozialausgaben und Steuern enthält. Die Handwerkskammer Berlin (link) zählt darunter neben einem allgemeinen Lebensunterhalt Abgaben zur Renten-, Kranken- sowie Lebensversicherung oder anderer Altersvorsorge, die private Miete plus alle sonstigen Belastungen für Wohnung oder Haus und eventuell zusätzliche Aufwendungen für private Darlehen oder sonstige Verpflichtungen. Auch erinnert die Handwerkskammer daran, dass in die Gewinne laut Rentabilitätsvorschau gegebenenfalls Einkommens- und Kirchensteuer eingerechnet werden müssen. Liegt der Gewinn darunter, muss geprüft werden, ob Preise, Honorare, Stundenlöhne erhöht oder Kosten gesenkt werden können, ohne das Geschäft zu gefährden.

Die Umsatz- und Rentabilitätsvorschau: Wozu taugt eine reine Schätzung?

Dass die Gewinne für die Vorschau von Umsatz und Rentabilität rein geschätzt werden können, weil es nirgendwo eine Garantie für Kunden und Einnahmen geben kann, verwirrt zu Beginn der Gründung. Die Aufstellung kann aber, selbst wenn sie mit den tatsächlichen Einnahmen schließlich nicht mehr viel gemein hat, aufzeigen, ob die Einnahmen abzüglich im Verhältnis dazu stehender Ausgaben zur Annahme berechtigen, dass das Unternehmen rentabel sei. In der Umsatz- und Rentabilitätsvorschau wird zum ersten Mal dezidiert gegenübergestellt, welche Einnahmen von welchen Ausgaben begleitet werden, zum Beispiel bei einer angenommen Anzahl Kunden in einem Friseurgeschäft der Einkauf von Pflegeprodukten und Getränken, die Einhaltung der Hygiene als Kostenfaktor sowie Strom und Gehälter im Vergleich mit den durchschnittlichen Preisen. Oder in einem Auftragslektorat das Ausdrucken von Manuskripten zur Bearbeitung sowie der Versand plus Internet- und Telefonkosten im Verhältnis zum Honorar. Mustertabellen für Excel bietet die IHK München.

Die Umsatz- und Rentabilitätsvorschau als Vorteil

Es kann auch rückwärts gerechnet werden, in dem in der Rentabilitätsvorschau der notwendig zu erzielende Gewinn angenommen wird, um zu errechnen, wie hoch die Stunden- oder anderen Preise sein müssen, um bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit ausreichend Gewinn zu erzielen. Durch eine negative Rentabilitätsvorschau lässt sich eine von vornherein bestimmte Pleite vermeiden und die Geschäftsidee kann eine zweite Chance erhalten: Ist der Standort der Falsche? Gibt der Markt in einem anderen Segment bessere Preise her? Gibt es profitablere Nischen, in die man sich spezialisieren kann? Lässt sich der Einkauf ökonomisieren? Auch ist die Umsatz- und Rentabilitätsvorschau für die kommenden Monate, wenn nicht sogar die ersten Jahre Motivation, Leitfaden und Orientierung in einem. Sind die Gewinne nicht allzu hoch angesetzt, sollte alles versucht werden, sie auch zu erreichen. Übertrifft man seine eigenen Erwartungen, kann die Tendenz in der Rentabilitätsvorschau angepasst werden, hängen lassen darf sich ein Selbstständiger sowieso nie, nicht einmal auf Erfolg ausruhen.

10. Januar 2011

Businessplan-Bestandteile: Kapitalbedarfsplan, Rentabilitätsvorschau und Finanzierungsplan

Filed under: Auf eigenen Beinen — Franzi @ 11:57
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Der Businessplan: Zur Selbstständigkeit Tür und Tor, notwendig für Banken und andere Geldgeber, für den Gründer oft der blanke Horror.  Ihr Businessplan ist dabei die Zusammenfassung Ihrer Idee in schriftlicher Ausführung sowie der Sammlung an Zahlen und Fakten in Form von Tabellen. Keine Angst vor einem mysteriösen Phantom, der Businessplan kann auf ein bißchen Text plus drei oder vier wirklich wichtige Tabellen runtergebrochen werden…

Businessplan Bestandteil: Text

Egal, wem Sie Ihre Idee vorstellen wollen, Sie müssen sie schriftlich formulieren können. Dabei sollte die Idee im Businessplan anfangs in wenigen Sätzen dargestellt werden können. Im Weiteren sollten Sie die Idee zu Ihrer Selbstständigkeit anhand der von Ihnen gefundenen Probleme und ihrer Lösungen dargestellt werden. Der Businessplan kann mit fünf Seiten alles Notwendige gesagt haben oder er ist zwanzig Seiten lang, das bleibt Ihrer Formulierung und natürlich Idee vorbehalten. Denken Sie aber bitte daran, im Businessplan ein Risikomanagement zu formulieren, Vorsorge ist besser als nachher vor der Pleite stehen. Wenn Sie die Risiken udn Schwachstellen sorgfältig analysiert haben, können Sie eine Standortanalyse beifügen (oder bei standortunabhängigen Branchen eine allgemeine Marktanalyse), um zu zeigen, wie Sie darauf kommen, dass Sie mit Ihrer Idee Gewinn machen können. Je kritischer Sie die Idee in Ihrem Businessplan beleuchtet haben, desto mehr Lösungen können Sie vorweisen, das überzeugt schließlich auch Skeptiker.

Businessplan Bestandteil: Kapitalbedarfsplan

Der Businessplan soll Ihr Geschäft für die nächsten Jahre widerspiegeln. Deshalb ist es wichtig, dem Geldgeber zu zeigen, dass man alles gedacht hat. Der Kapitalbedarfsplan ist das Herzstück eines Businessplans mit Fremdfinanzierung. Ob Sie eine stille Gesellschaft oder einen Bankenkredit anstreben, ist dabei Ihre freie Entscheidung. Der Kapitalbedarfsplan sollte aber an alles Notwendige gedacht haben und ein Stück weiter: Die Startfinanzierung soll auch den Start des Geschäfts tragen können! Am Ende des Kapitalbedarfsplans für Ihren Businessplan sollten deshalb die Kosten für den Start (beispielsweise die Ausstattung des Ladens, der Aufbau eienr Webidentität, die Werbemittel) zuzüglich der laufenden Kosten für die erste Zeit (zum Beispiel Mieten, laufende Kosten, Akquisekosten) stehen.

Businessplan Bestandteil: Finanzierungsplan

Hier dürfen Sie dann träumen und hoffen. Denn wer eine finanziell aufwendige Gründung plant,  kann nur auf Geldgeber hoffen, die sich für die Idee begeistern lassen. Der Finanzierungsplan sieht deshalb meistens eine hybride Finanzierung vor: Eigenes Kapital plus Fremdkapital zuzüglich der laufenden Einnahmen sollten in Ihrem Businessplan den Wert aus Ihrem Kapitalbedarfsplan decken. Wer auf Fremdkapital setzt, muss dabei bei einem Bankenkredit natürlich auch die Zinsen beachten! Deshalb ist es natürlich geschickt, wenn man sich einen stillen Teilhaber sucht. Ein Teilaspekt des Businessplans kann dabei auch der Liquiditätsplan sein, der genau ausweist, wann welche Zahlungen getätigt werden müssen und wann welche Gelder fließen. Hier offenbaren sich Flauten und Zeiten ungedeckter Finanzierung. Der Liquiditätsplan des Businessplans für wenigstens 12 Monate (und freiwillig für die eigene Übersicht gern auch darüber hinaus) empfiehlt sich daher bei finanziell aufwendigen Geschäftsideen, bei denen bei Erstellung des Businessplans schnell klar werden sollte, dass etwaige Einkommenslücken nicht aus eigener Kraft gegenfinanziert werden können. Banken für die Finanzierung von Gründungsvorhaben sind in erster Linie natürlich die KfW, weitere Banken finden sich hier. Für die Kapitalbedarfsgewinnung drücke ich Ihnen ansonsten alle Daumen.

Businessplan Bestandteil: Rentabilitätsvorschau

Das letzte Stück zu einem vollständig durchdachten Businessplan ist dann die Rentabilittäsvorschau. Hier wird einmal für zwölf Monate und einmal für drei Jahre als Jahresübersicht dargestellt, wie Sie sich die Entwicklung von Einnahmen und Ausgaben vorstellen. Dabei sollten Sie keinesfalls zu großzügige Einnahmesteigerungen annehmen, der Markt ist immer stärker umkämpft, als sie meinen. Und andererseits dürfen die Ausgaben in Ihrem Businessplan nicht unterschätzt werden! Bei steigenden Einnahmen haben Sie ganz sicher auch proportional steigende Ausgaben zu verzeichnen. Die Rentabilitätsvorschau lässt im Businessplan also erkennen, ob Ihre Idee den Anforderungen des täglichen Geschäfts gewachsen ist oder ob die stiegenden Betriebsausgaben den Gewinn so schmälern, dass es nicht lohnt, den Aufwand zu betreiben.

Mein Tipp: Ich rate immer dazu, den Businessplan auch während der ersten Monate oder Jahre weiter zu betreiben, und zwar in Form einer andauernden Aktualisierung. Aktualisieren Sie wenigstens die Tabellen Ihres Businessplans, erweitern Sie die Soll-Spalten mit Ist-Zahlen und vergleichen Sie und prüfen Sie die Tendenzen. So behalten Sie den Überblick, ob Ihr Geschäft irgendwo an einem Gewinnfresser krankt und sie irgendwo eine Sparbremse betätigen müssen.

31. Dezember 2010

Fakten und Daten zur Standortanalyse

Filed under: Auf eigenen Beinen — Franzi @ 08:47
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Bevor Sie ein Geschäft eröffnen, sollten Sie sich möglichst viele Informationen zum Standort besorgen. Die Standortanalyse kann vermeiden, dass Sie ihr und möglicherweise geliehenes Kapital in den Sand setzen. Ein paar Tipps zur Standortanalyse…

Daten und Fakten: Was benötigen Sie zur Geschäftseröffnung?

Unabhängig von der Standortanalyse beschäftigt sich Ihr Businessplan zur Selbstständigkeit mit Informationen zur Branche und zum Markt. Wie ist die Branche strukturiert, gibt es viele Einzelhändler oder nur Großunternehmen? Was gibt der Markt her, in welchem Rahmen befinden sich die Preissegmente? Gibt es viele Billiganbieter oder wird vermehrt auf Qualität gesetzt? Neben den Preisinformationen und theoretischen Überlegungen zu einer Kosten-Nutzen-Rechnung müssen Sie die Wettbewerbssituation kennen und ausreichend Informationen über die Konkurrenz sammeln. Auch die Standortanalyse beschäftigt sich mit diesen Daten und Fakten.

Standortanalyse: Welche Faktoren

Den Standort als marktlich ausschlaggebenden Faktor beeinflussen verschiedene Faktoren. Zu einer Analyse der Zusammenhänge benötigen Sie Informationen zur Branchensituation (welche Branchen können sich am Standort positiv befruchten?), zum Wettbewerb (wieviele Konkurrenzunternehmen sind am Standort vorhanden?) und allgemein zu den Objekten, also Mieten, zur Verkehrsanbindung und zur Laufkundschaft. Wer die Standortanalyse selbst durchführen möchte, sollte versuchen, möglichst viele Informationen zu sammeln, weil mancher Zusammenhang sich nicht auf den ersten Blick erschließt.

Standortanalyse: Beginnen Sie vor Ort!

Verbringen Sie viel Zeit an den möglichen Standorten, um zu einer Analyse zu kommen. Versuchen Sie verschiedene Zeiten, morgens, mittags und abends unterscheiden sich die Standorte oft radikal voneinander. Sehen Sie sich in aller Ruhe die Menschen an, die zu Ihrer Laufkundschaft gehören würden. Fallen Sie in die Zielgruppe? Wenn Sie Kunden locken, schauen Sie sich die Parkmöglichkeiten an, dieVerkehrsanbindung und analysieren Sie die Auffindbarkeit bzw. den Bekanntheitsgrad Ihres möglichen Standortes, indem Sie Bekannte befragen.

Mein Tipp:

Die IHK München hat eine Folie veröffentlicht, auf der sowohl amtliche als auch nicht amtliche Quellen für statistische Erhebungen genannt sind, viele davon auch kostenfrei. Sammeln Sie für Ihre Standortanalyse so viel Material, wie möglich!

23. Dezember 2010

Umsatzsteuerbefreiung für Kleinunternehmer? Pro und Contras

Filed under: Auf eigenen Beinen,Lohnzahler — Franzi @ 12:15
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Selbstständigkeit verlangt jede Menge Entscheidungen, die ein Angestellter nicht treffen muss. Gerade bei einer Neugründung oder zu Beginn, stellen sich deshalb Fragen, mit denen man sich nie zuvor auseinander setzen musste. Ob es ratsamer ist sich gemäß UStG von der Umsatzsteuer befreien zu lassen, wenn das Geschäft den Bedingungen entspricht, oder nicht, ist beispielsweise eine davon. Aus eigener Erfahrung biete ich Ihnen hier einige Denkanstöße zur umsatzsteuerbefreiung…

Umsatzsteuerbefreiung – wann ist sie möglich?

Alle Kleinunternehmer, die mit ihrem Umsatz inklusive(!) Umsatzsteuer unter 17.500 Euro lagen und im folgenden Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz zu verzeichnen haben, sind beim Finanzamt automatisch von der Umsatzsteuer befreit. Damit soll den wenig verdienenden Kleinunternehmern Erleichterung verschafft werden. In der Rechnung, die ein umsatzsteuerbefreiter Kleinunternehmer ausweist, muss das ausdrücklich erklärt sein, weil der Rechnungsempfänger auf diese Rechnung keine Vorsteuerertsattung verlangen darf. “Nach § 19 Abs. 1 UStG umsatzsteuerbefreit” sollte mindestens als Text in der Rechnung vorkommen.

Umsatzsteuerbefreiung – was bedeutet das in der Praxis?

Wegen Geringfügigkeit entfällt das etwas komplizierte Herausrechnen der Umsatzsteuer, die Steuererklärung wird einfacher, der Büroaufwand geringer. Oft reicht damit für die Freiberufler eine einfache EÜR für das Finanzamt, andere Gewerbe müssen leider etwas mehr bürokratischen Aufwand betreiben, auch ohne Umsatzsteuer. Mehr zu den verschiedenen Abrechnungen der Kleinunternehmer findet ihr in meinem verlinkten Artikel. Allerdings kann auch selbst gezahlte Umsatzsteuer, zum Beispiel die Mehrwertsteuer bei Investitionen und Ausgaben, vom Kleinunternehmer nicht abgesetzt werden! Denn auch die Vorsteuererstattung fällt mit der Umsatzsteuerbefreiung weg. Es wird mit einer Umsatzsteuerbefreiung selbstverständlich am Ende des Jahres keine Umsatzsteuer nachgefordert, sofern der Selbstständige nicht die Umsatzgrenzen gesprengt hat. Weil die Verknüpfung im Umsatzsteuergesetz UStG eine UND-Verknüpfung ist, muss beides gelten, damit im Zweifelsfall Umsatzsteuer rückwirkend erhoben werden kann: 17500 Euro im einen UND im folgenden 50000 Euro.

Umsatzsteuerbefreiung – Pro und Contra abwägen!

Aber auch wenn damit die Gefahr geringer wird, dass man nach einem umsatzstarken Jahr plötzlich rückwirkend zur Kasse gebeten wird und Umsatzsteuer zahlen muss, die man selbst leider rückwirkend nicht mehr erheben kann, ist die Umsatzsteuerbefreiung kritisch zu betrachten und sollte wohlüberlegt werden. Im B2B-Bereich, wenn also die Zielgruppe des Kleinunternehmers selbst Unternehmen sind, stellt die Erhebung von Umsatzsteuer keine finanzielle Belastung dar, da diese die Steuer selbst wieder absetzen. Umsatzsteuer ist damit ein “durchlaufender Posten”. Wenn Sie im B2C-Bereich tätig sind und sich als Kleinunternehmer an Customers, also Privatkunden richten, kann es ein Preisvorteil sein, die immerhin meist 19% Umsatzsteuer nicht noch oben drauf rechnen zu müssen. Gerade bei hohen Investitionskosten kann es sich aber durchaus rechnen, einen Vorsteuerabzug vornehmen zu können, um sich die Liquidität zu erhalten! Das betrifft vor allem Neugründer, die anfangs noch viele Anschaffungen tätigen.

Umsatzsteuerbefreiung – geht es auch ohne?

Generell sollte aber auch der Aspekt der Werbung in jeder Form schriftlichen Kontakts beachtet werden: Wem auch immer Sie eine Rechnung mit dem Vermerk zur Umsatzsteuerbefreiung schicken, der wird wissen, dass Sie nicht viel verdienen! Ob das im Rahmen Ihrer Selbstvermarktung von Bedeutung ist, müssen Sie selbstverständlich selbst entscheiden. Falls Sie sich gegen die Umsatzsteuerbefreiung entscheiden, können Sie das mit einem einzigen Kreuzchen bei der Anmeldung beim Finanzamt oder später mit einem formlosen Schreiben, in dem Sie erklären, dass Sie auf die Umsatzsteuerbefreiung verzichten. Sie sind dann ab dem folgenden Jahr allerdings fünf Jahre lang daran gebunden.

7. Dezember 2010

Corporate Identity und Corporate Design: Pimpen Sie Ihren Firmenauftritt!

Filed under: Auf eigenen Beinen,Lohnzahler — Franzi @ 10:53
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Sie sind selbstständig oder Freiberufler und wollen oder müssen Kontakt mit Kunden aufnehmen? Gestalten Sie Ihren Kontakt grafisch eindrucksvoll und mit einem hohen Wiedererkennungspotential! Mit einem gleichbleibenden und ansprechenden Design wird Ihre Corporate Identity nicht nur auf der Visitenkarte zu Ihrem Aushängeschild. Briefpapier, Website, Flyer und sämtliche Infomaterialien können Sie mit einem passenden Corporate Design ganz einfach und klar als Ihres kennzeichnen. Tipps und Infos zum Selbstdesignen oder Erstellen lassen einer Corporate Identity…

Corporate Identity – Was versteht sich darunter?

Als Freiberufler, Unternehmer oder Selbstständiger sind Sie immer wieder genötigt, Werbung in eigener Sache zu machen. Die Kundenakquise ist nicht etwas, das einmal erledigt ein Unternehmen selbstständig am Rollen hält. Sie muss immer wieder erneut betrieben werden. Auch der Kontakt zu Kunden aus früheren Zeiten gehört dazu. Kundenbindung kann durch regelmäßig erfolgende Newsletter oder Direct-Mailings, aber auch durch kurze Anrufe und Nachfrage erfolgen. Gut ist es aber in jedem Fall, wenn sich der Kunde oder potentielle Neukunde an Ihr Unternehmen, an Sie oder Ihre gute Leistung erinnern kann.Wenn Sie anspruchsvolle Leistungen und dauerhafte Qualität liefern, spricht das für eine andere Corporate Identity als wenn Sie schnell und vor allem günstig sind. Quietschbunte Produktpaletten unterscheiden sich von getragenen und eher seriös einzustufenden grau-dunklen Angeboten. Ein gleichbleibend hoher Preis für hohe Leistungen wird im Sinne einer Corporate Identity anders aufgefasst als ein Unternehmen der Sonderangebote und des Schnäppchenmarktes. Die Corporate Identity sollte auch möglichst keine überraschenden Wechsel vollziehen.

Corporate Design: Arbeiten Sie mit der Erinnerung

Erinnerung erfolgt am ehesten in bildhafter Form, über Symbole, Farben und andere Sinne, nicht im Sinne von der Erinnerung an den Firmennamen… Das Corporate Design fasst diesen Umstand zusammen und drückt Ihre Corporate Identity symbolisch vereinfacht aus. Dabei sollte das Corporate Design unbedingt an die Vorstellungen und Wünsche Ihrer Zielgruppen angepasst sein! Zur Corporate Identity gehören Ihre Person, Ihr Leistungsspektrum, Ihre Produktpalette, Ihre Unternehmensphilosophie, Ihren Service und Ihr Alleinstellungsmerkmal, also Ihren USP in bildhafter Form aus. Perfekt ist die Corporate Identity, wenn Sie dem ästhetischen Empfinden Ihrer Zielgruppe entspricht und nicht nur Ihrem eigenen.

Corporate Design – Was gehört dazu?

Die Corporate Identity auf einen sinnlichen und hoffentlich für Ihre Kunden angenehmen Eindruck verkürzt, das ist Ihr Corporate Design. Es umfasst sämtliche grafischen Auftritte Ihres Unternehmens, von der Visitenkarte über das Briefpapier bis zum Werbeträger. Auch die Website ist selbstverständlich Träger des Corporate Designs. Dabei haben Sie sich entweder aus künstlerischer oder grafischer Begabung heraus selbst für ein Design entschieden oder einen Grafiker beauftragt, Ihr Konzept in einem Corporate Design umzusetzen. Das Corporate Design umfasst neben einem Firmenlogo, das selbstverständlich auch ein Bild oder Foto sein kann, auch eine oder wenige Schriftarten, die Sie von nun an für jeden Schriftverkehr oder schriftlichen Auftritt und vor allem für die Kundenakquise nutzen werden. Auch Farben und stilistische Merkmale wie Linien, Anordnung von Logo und Daten und wenige Farben, die sich möglichst überall wiederfinden, gehören zum Corporate Design.

Corporate Identity und Corporate Design: Eine Abgrenzung und andere Tipps

Während sich eine Corporate Identity oftmals selbst ergibt, weil man Person ist, auf bestimmte Weise handelt und agiert und sein Leistungsspektrum klar definiert, ist das Corporate Design selbst gewählt. Es sollte aber die Corporate Identity symbolisch wiederspiegeln und dabei möglichst zur Identifikation Ihrer Kunden mit dem Design beitragen. Zwei einfache Beipiele sei der Kinderclub, den man nicht in grau und schwarz präsentieren wird, oder das Beerdigungsinstitut, das nicht kunterbunt und mit krakeliger Kinderschrift auftreten wird. Sind Sie sich darüber im Klaren, wer Sie sind, wo Sie auf dem Markt stehen (wollen) und wer Ihre Kunden sind, dann versuchen Sie sich doch gerne selbst an einem Corporate Design. Richtig gute Tipps zur praktischen Umsetzung, von Beispielen bis zur Umsetzung des selbsterstellten Corporate Design in der passenden Software, gibt diese Seite. Die richtigen Ratschläge rundherum und um mit dem Grafiker schließlich zu einem überzeugenden Corporate Design zu finden, bekommen Sie dagegen bei Förderland.

25. November 2010

Existenzgründung und Werbung: Schreiben Sie einen Elevator Pitch!

Filed under: Auf eigenen Beinen — Franzi @ 09:58
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Die Positionierung am Markt fordert Gründern einiges ab. Eine eigene Existenz aufzubauen besteht nicht nur aus den Branchenkenntnissen und Fachwissen, auch verkaufen müssen Sie sich können. Sie sollten deshalb Ihr Geschäft, Ihre Idee oder Ihre Dienstleistung einfach und fliessend vorstellen könne, wenn es drauf ankommt. Eine zweite Chance für einen ersten Eindruck gibt es nämlich nicht. Der Elevator Pitch ist Werbung in eigener Sache…

Existenzgründertipps: Formulieren Sie aus Ihrem USP einen Elevator Pitch!

Ich habe schon von Alleinstellungsmerkmal bzw. USP geschrieben und Sie hoffentlich von der Notwendigkeit überzeugt, sich im Rahmen Ihrer Werbung über Ihre Position am Markt und Ihre Firmenidentität (auch Corporate Identity) Gedanken zu machen. Haben Sie sich für eine USP oder Alleinstellungsmerkmal zur Identifikation und Wertebildung Ihrer Kunden entschieden, haben Sie für sich die Fragen beantwortet, wo auf dem Markt Sie stehen wollen (pro-position) und wer Sie sein wollen (unique). Aus der unique selling proposition (USP) oder Ihrem Alleinstellungsmerkmal können Sie nun einen sogenannten Elevator Pitch formulieren.

Der Elevator Pitch oder Marketing im Fahrstuhl: 30 Sekunden zur Werbung in eigener Sache

Was ist ein Elevator Pitch? Stellen Sie sich dazu vor, Sie stünden in einem Fahrstuhl neben einer Person, die Interesse an Ihrem Angebot zeigt. Sie haben wenige Momente Zeit, dem Interessenten das Produkt/die Leistung und sich selbst vorzustellen und die Idee Ihrer Gründung überzeugend zu transportieren. Bestmöglicher Ausgang und Zielformulierung Ihres Elevator Pitches sollte natürlich sein: Der Interessent wird zum Kunden, handelt also aktiv.Vergessen Sie daher nicht, zum Ende Ihres Elevator Pitches den Kontakt herzustellen bzw. eine Handlungsaufforderung zu formulieren, damit Ihre Werbung nicht einfach versackt.

Stellen Sie Ihre Gründungsidee in einem Elevator Pitch vor

Der Elevator Pitch oder die Elevator Speech zeichnet sich durch Kürze und Prägnanz aus. Fragen Sie sich für die Formulierung eines Elevator Pitches wer, mit wem, was, wo, wann und warum: Wer ich bin, was meine Kompetenzen sind, welche Erfahrungen ich habe, was mein Angebot ist, für wen es interessant ist und wer meine Kunden sind. Beantworten Sie sich die paar Fragen und schrumpfen die Antworten zu einem oder zwei kurzen Abschnitten, Ihrem persönlichen Elevator Pitch (/Speech), zusammen, besser noch auf zwei oder drei kurze Sätze. Tolle Beispiele für die w-Fragen und mögliche Elevator Pitches (/Speeches) finden Sie bei webgrrls, deren Informationen garantiert auch von Männern zu nutzen sind ;) .

Der Elevator Pitch ist mehr als nur ein Werbetext!

Damit Ihr Elevator Pitch trotz überzeugenden Alleinstellungsmerkmals (USPs) nicht nur nach einem Werbetext klingt, sondern Ihre persönliche Begeisterung auch transportieren kann, rate ich auch zum Besuch dieser Seite. Vor allem ist es beim Elevator Pitch aber wichtig den Kunden sozusagen dort abzuholen, wo er steht. Machen Sie sich also vor der Formulierung des Elevator Pitches Gedanken um die Arbeitsweise Ihrer Kunden und für welches seiner Probleme Sie die Lösung anbieten. Bleiben Sie dabei in kurzen Sätzen und einer Sprache, wie Sie sie mündlich verwenden! Meiner Ansicht nach sollte der Elevator Pitch auch nicht zu bildhaft sein, weil er sonst nach abgedroschenen Werbeslogans klingen kann. Sprechen Sie Ihren Text laut vor sich hin, dann hören Sie, ob Sie Ihre Idee überhaupt auf diese Weise vermitteln können.

23. November 2010

Existenzgründungs-Knowhow: Kennen Sie Ihren USP?

Filed under: Allgemein,Auf eigenen Beinen — Franzi @ 09:58
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Existenzgründer haben viel zu tun. Neben der Information über Rechte und vor allem Pflichten, Anmeldungen und Antragsverfahren sollte auch ein ganzer Gründungsplan erstellt werden. Aber nach jeder Theorie folgt auch die Praxis, in der es für den Gründer vor allem auf ein gutes Marketingkonzept ankommt! Verkaufe dich selbst – Tipps und Tricks…

Existenzgründung: Machen Sie sich Gedanken zu Ihrem USP!

Als USP wird im Marketing ein sogenanntes Alleinstellungsmerkmal bezeichnet, englisch unique selling proposition. Mit dem Alleinstellungsmerkmal, also der USP, ist ein besonderes Merkmal gefragt, das Sie in Ihrer Leistung oder mit Ihrem Produkt von der Konkurrenz am Markt abhebt. Ich belieb übrigens bei der weiblichen Bezeichnung “die USP“, weil die Proposition auf Deutsch einen weiblichen Artikel besitzt. Meist wird der männliche Artikel verwandt: “Der USP“. Im Grunde ist übrigens schon der Businessplan eine Ausformulierung der alleinigen Merkmale Ihrer Existenzgründung, also ihrer USP, allerdings im Verhältnis und in Realisierung der Identität am Markt. In ihrem Gründungsplan sollte daher der erste Abschnitt sich der Frage widmen: “Was ist meine Idee?” und damit auch Ihre USP darstellen.

USP für Selbstständige: Positionieren Sie sich auf dem Markt

Nicht nur große Unternehmen brauchen mit einer USP ein alleiniges Merkmal, mit dem Ihre Kunden sich identifizieren. Auch und ich meine sogar vor allem Selbstständigkeit mit ihrem überragenden Konkurrenzkampf stellt die größte Herausforderung an den Existenzgründer, sich vor anderen auszuzeichnen. Das Alleinstellungsmerkmal oder die USP beantwortet in diesem Sinne die Fragen, die Sie sich selbst stellen sollten: “Was zeichnet mich vor den Anderen aus? Warum sollte der Kunde mich und keinen anderen Anbieter wählen? Welchen Vorteil biete ich dem Kunden, den die Anderen nicht bieten?” Dabei kann eine USP ebenso im Preis wie im Service, in der Formgebung oder technischen Details liegen. Wichtig ist aber, dass Sie sich Ihr Alleinstellungsmerkmal bewusst machen, da es Sie auf dem Markt identifizieren hilft!

Das Alleinstellungsmerkmal für den Existenzgründer: Wozu die Mühe? Wozu ein USP?

Fehlt die USP erkennbar für den Kunden, dann wird er die Leistung nach dem besten Preis sondieren und Sie gegebenenfalls gezwungen sein, sich mit Rabatten und Preisnachlässen den Platz als günstigster Anbieter zu erkämpfen. Suchen Sie deshalb nach Merkmalen, die sich an den Wünschen Ihrer Zielgruppen orientieren und die Sie auch erfüllen. USP oder Alleinstellungsmerkmal wird im Marketingjargon synonym übrigens auch veritabler Kundenvorteil oder komparativer Konkurrenzvorteil (KKV) genannt, siehe auch Wikipedia.

Existenzgründung: Formulieren Sie Ihre USP für Ihre Zielgruppe

Ihr Alleinstellungsmerkmal kann den Kunden beispielsweise in seinem Wunsch nach Individualität treffen oder ihm das sichere Gefühl altehrwürdiger Qualität bieten. Wer auf Aktualität Wert legt, ist sicherlich geneigt dem Alleinstellungsmerkmal technischer Neuerung den Vorzug zu geben und wer nach ökologischen Aspekten im Leben sucht, wird sich mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit identifizieren wollen. So schaffen Sie mit Ihrer persönlichen USP bleibende Werte, die zur Erinnerung und treuer Kundschaft beitragen können. Ziemlich gut aufbereitet finde ich den Leitfaden zum Erstellen eines USP hier. Und dass auch die evangelische Kirche sich Gedanken zu ihrem USP machte, fand ich bei meiner Recherche recht denkwürdig (link).

18. November 2010

Marktanalyse: Betreiben Sie Marktforschung!

Filed under: Auf eigenen Beinen — Franzi @ 10:43
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Ein Gründungsvorhaben bedarf entscheidender Vorbereitungen. Ein wichtiger Bestandteil des Businessplans, in dem alle Ergebnisse der gründlichen Vorbereitungsmaßnahmen dokumentiert und ausgewertet werden sollten, ist die Marktanalyse. Schwingen Sie sich zum Branchenkenner auf, der aus den Fehlern der anderen lernt und sie damit überflügelt, setzen sie sich als Marktführer ganz vorn an die Spitze!  Tipps und Hinweise zur privaten Marktforschung und zu einer vollständigen Analyse der Branche…

Marktforschung – und wie?

Als ich damals meinen Businessplan verfasste, gelangte ich irgendwann an den Punkt, an dem ich zugeben musste, nicht genug vom eigentlichen Markt zu wissen. Wie sah die Konkurrenz aus, Produktpaletten, Preis- und Leistungsstrukturen der Anderen, welches Risikomanagement erhielt einige Unternehmen am Leben und andere nicht? Marktforschung war aber nicht nur ein Zauber- , sondern in der privaten Praxis auch ein Fremdwort. Die Analyse eines Marktes wird heute aber jedem frei zugänglich gemacht, dem World Wide Web sei Dank. Ein Markt lässt sich heute mittels fleißiger Recherche und Analyse der Konkurrenzunternehmen erforschen und auch grundlegende Statistiken zur jeweiligen Branche sind meisten frei zugänglich. Betreiben Sie Marktforschung von Ihrem Schreibtisch aus und profitieren Sie in Ihrer Selbstständigkeit von den Erkenntnissen darüber, was manche Unternehmen zu Marktführern macht und welche Fehler andere in den Ruin treiben.

Marktforschung: Konkurrenzforschung allein reicht nicht aus

Sicherlich haben Sie meinen Artikel zur Konkurrenz- bzw. Marktanalyse gelesen. Dann wissen Sie, dass zu einer vollständigen und auswertbaren Marktanalyse mit Methoden der Marktforschung auch die Erforschung der Branchenkennzahlen und die Standortanalyse (bei standortgebundenen Unternehmungen) gehört. Die Konkurrenz zu kennen, hilft sicherlich ein gutes Stück weiter, nutzt aber nichts, wenn sich nach Gründung, Krediten und Investitionen herausstellt, dass der Markt mit der wohlsituierten Konkurrenz gesättigt ist oder sich sogar auf einem absteigenden Wirtschaftsast befindet, der gerade schon gestandenere Unternehmer in den Ruin treibt. Diese Eckpunkte lassen sich der Branchenanalyse als Teil der Marktforschung entnehmen.

Branchenkennzahlen als Teil der Marktforschung

Zur Analyse einer Branche gehören Kenntnisse zu folgenden Punkten: eine ausführliche Produkatanalyse, also Produktfunktionen und -verwendung sowie -palette, eine Analyse der (ortsüblichen) Preis- und Kosten-Strukturen, zur erforderlichen Werksgröße und gegebenfalls zu Möglichkeiten der Kostensenkung, zu Produktwandel, Transport- und Distributionskosten, Marktzutrittsbarrieren, zu Arbeits- und Materialkosten usw. Daneben gehört zur branchenspezifischen Marktforschung und -analyse eine Untersuchung der Störungsanfälligkeit, zum Beipiels bei der Versorgung mit Rohstoffen oder Energie,zu üblichen Qualifikationsstrukturen in Konkurrenzunternehmungen und – ganz wichtig! -: zur Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen!  Marktforschungsmethoden ergeben oft auch Möglichkeiten zur Analyse von “sozialen” Markterfordernissen, sogenannten “social needs”.

Marktanalyse, nächster Schritt: Nutzen Sie die Ergebnisse Ihrer Marktforschung zur Marktprognose!

Bestenfalls haben Sie im Rahmen Ihrer Marktforschung durch Einsicht in Statistiken amtlicher oder nichtamtlicher Auswerter (IHK München bietet eine Folie mit jeder Menge Adressen zu Statistiken) Einsicht erhalten in die Stabilität der Nachfrage Ihrer Produkte oder Ihrer Dienstleistung (Substituierbarkeit, Komplementarität, Dauerhaftigkeit usw.). Marktforschung kann das Marktpotential, die Segmentierung  oder Individualisierung der Nachfrage, das Verhalten der Abnehmer, das vorhandene Angebot an Produkten oder Dienstleistungen, den durchschnittlichen Kapazitätsnutzungsgrad der Branche, eine mögliche Marktsegmentierung, Vertriebskanäle usw. ans Licht bringen. Mit diesen Ergebnissen Ihrer privaten Marktforschung und Kenntnissen aus der Konkurrenzanalyse wie Wettbewerbssituation, Anzahl, Größe, Finanzkraft und Verhalten Ihrer etablierten Konkurrenten können Sie nun eine zuverlässige Prognose für Ihr Vorhaben erstellen.

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