Welche Schriftarten für Bewerbungen?

Welche Schriftarten passen eigentlich in die Bewerbung? Ist das branchenabhängig oder gibt es Normen? Welche Schrift hat welche Wirkung? Kann man im Lebenslauf die Schriftart wechseln? Und kann man womöglich den ersten Eindruck richtig verhauen, wenn man die falsche Schrift wählt?

Warum die Schriftart in der Bewerbung überhaupt eine Rolle spielen kann

Die Bewerbung soll den ersten Eindruck zur eigenen Person möglichst positiv entscheiden. Da kann man bis ins Detail gehen, wie man es täte, wenn man sich auf eine Jobmesse vorbereitet: Die Socken sollten farblich abgestimmt mindestens zur Krawatte passen, das Uhrband zum Gürtel, Schuhe geputzt, halbwegs neu, von derselben Lederfarbe sein. Friseurbesuch, Rasur, Augenbrauen gezupft – wie weit jeder Bewerber in der Gründlichkeit seiner Vorbereitungen gehen will, ist ihm überlassen. Wohlfühlen sollte man sich aber mit dem Ergebnis. Deshalb ist es auch kein Muss, sich Gedanken über Schriftart und -größe beim Bewerbungsschreiben zu machen. Die Voreinstellungen der Schreibprogramme bezüglich der Schriftart tun es oft von allein ganz gut.

Schriftarten für die Bewerbung: Serifenschriften

Serifen werden die kleinen Haken an den Enden der Buchstaben genannt. Je nach Schriftart sind sie gebogen (aus der Zeit, als Buchstaben ausgeschnitten wurden) bis gerade, dick oder dünn. Serifen bilden im fließenden Text waagerechte Linien, denen der Leser gut folgen kann, deshalb werden Serifenschriften als Schriftarten häufig in Büchern verwendet. Beispiele sind Times New Roman, Courier und Palatino Linotype. Wenn die Serifen aber sehr schmal sind, können sie an alten Bildschirmen nicht gut dargestellt werden. Auch Tintenstrahl-Drucker können Probleme bei der Darstellung der Serifen-Schriftarten haben. In Bewerbungen ist die Schrift in der Schriftgröße elf normalerweise groß genug auch für moderne Serifenschriftarten, die sehr dünn sind und elegant wirken.

Schriftarten für die Bewerbung: serifenlose Schriften

Serifenlose Schriften sind beispielsweise Arial, Verdana, Tahoma. Sie wirken sehr modern und klar. Klassische Berufsbilder sollten auf zuviel Moderne in der Schriftart für die Bewerbung eher verzichten, wohingegen beispielsweise die IT-Berufe und auch gestalterische Berufsbilder in ihrer Bewerbung ein wenig Moderne vertragen. Vor allem für den tabellarischen Lebenslauf eignen sich die schnörkellosen Schriftarten, sie geben dem grafischen Eindruck einen klaren und modernen Touch. Für Websites, die auch eine Bewerbung darstellen können, werden übrigens am besten die “sicheren” Schriftarten verwendet, die auf allen Systemen installiert und darstellbar sind. Dazu gehören Arial, Arial Black, Comic Sans MS, Courier New, Georgia, Impact, Times New Roman, Trebuchet MS und Verdana.

Schriftarten in der Bewerbung

Jeder Text wird zuerst gesehen und erst dann gelesen. Daher ist die Wahl der Schriftart gestalterisches Element der Bewerbung. Hoffentlich jedem Bewerber ist klar, dass er auf komische, schnörkelige, unlesbare und krakelige Schriftarten auf jeden Fall verzichten muss! Am besten machen sich immer die üblichen, oben genannten Schriftarten. In schriftliche Bewerbungen kann auch noch einw enig weiter experimentiert werden, aber der Schriftart-Typ sollte mit dem Berufsbild übereinstimmen, anders gesagt: Schriftbild und Inhalt aufeinander abgestimmt sein. Auch zur eigenen Person sollte das Schriftbild passen. Ein konservativer und altmodischer Mensch, der beispielsweise sehr zuverlässig und loyal sein kann, wird durch eine modernen, also serifenlose Schriftart nicht authentisch dargestellt. Die jungdynamische Bewerberin, die mit neuen Ideen und frischen Wind überzeugen will, sollte überlegen, für ihre Bewerbung eine serifenlose und frische Schriftart auszusuchen.

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